Schafkopfschule Gleißenberg: Das Abc des Zockens leicht gemacht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 26.01.2024 10:00

Schafkopfschule Gleißenberg: Das Abc des Zockens leicht gemacht

In der „Gleißenberger Schafkopfschule“ lehrte Jürgen Scherzer (stehend) einer großen Schar an Interessenten das Abc des traditionellen Kartenspiels. (Foto: Friedrich Ruhl)
In der „Gleißenberger Schafkopfschule“ lehrte Jürgen Scherzer (stehend) einer großen Schar an Interessenten das Abc des traditionellen Kartenspiels. (Foto: Friedrich Ruhl)
In der „Gleißenberger Schafkopfschule“ lehrte Jürgen Scherzer (stehend) einer großen Schar an Interessenten das Abc des traditionellen Kartenspiels. (Foto: Friedrich Ruhl)

Früher war Schafkopf an den Wirtshaustischen gang und gäbe – nicht als Speise, sondern als Kartenspiel. Mit dem Schwund an Gaststätten scheint die Kartlerei an Bedeutung zu verlieren. „Viele im Dorf kennen nicht einmal die Spielregeln“, hieß es jüngst aus Gleißenberg – wo man diesem Missstand aber nun entgegentritt.

Eine kleine Gruppe trifft sich in dem Ortsteil von Burghaslach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) ein paarmal im Jahr, um die Karten zu klopfen. Aus dieser Runde entstand die Idee einer „Schafkopfschule Gleißenberg“.

Mitte Januar wurde zu einem ersten Treffen eingeladen. Siehe da: Die stattliche Zahl von 15 Neulingen fand sich ein, darunter ein Elfjähriger aus Markt Taschendorf und acht Frauen, also eine weibliche Mehrheit. Jürgen Scherzer hatte eine 23-seitige Präsentation vorbereitet, die er auf den Monitor beamte: Was sind Trümpfe, und wie heißen die Farben? Welche Spielvarianten gibt es, und wie wird abgerechnet? Wer ist im Schafkopf-Jargon „der Alte“, und wer ist „die Alte“? Zunächst ging es in der Kartelschule sozusagen ums Abc.

Beim Schafkopf gelten zum einen feste Regeln, die eingehalten werden müssen. Etwa, dass man die vom ersten Spieler ausgespielte Farbe bedienen muss, sofern man sie selbst auf der Hand hat. Allerdings gelten auch einige Konventionen, die ebenfalls tunlichst einzuhalten sind – gegen die man aber auch mal (möglichst gezielt) verstoßen kann oder sogar sollte. Etwa, dass die Partei, die das Spiel angesagt hat, möglichst die Trumpfkarten spielt, die Gegenpartei die Farbkarten.

Sauspiel, Solo, Wenz, Geier oder sogar Bettl – „das kann ich mir nie alles merken!“, hörte man bisweilen an den Tischen. Dafür hielt Scherzer seine Präsentation auf Papier parat, damit sich alle auch zu Hause noch etwas darin vertiefen können.

Ein bisschen gezockt wurde zum Auftakt dann auch schon (zunächst mit offenen Karten), wobei an jedem Tisch ein „Coach“ zur Verfügung stand, um Regeln und Taktik zu festigen. Am Sonntag, 28. Januar, ab 14 Uhr, soll es nochmals um Grundlagen und um erste Spielpraxis gehen. Wer da noch dazustoßen möchte, sollte etwas Grundkenntnisse mitbringen. Beginn ist um 14 Uhr, ebenso am Sonntag, 11. Februar, wo weitere Spielerfahrung gesammelt werden soll.

Eventuell sind die Novizen dann schon fit für die Gleißenberger Dorfmeisterschaft. Diese steigt am Samstag, 17. Februar, ab 19.30 Uhr, teilte Friedrich Ruhl seitens der Dorfgemeinschaft mit. Jedenfalls hegt man die Hoffnung, dass das Schafkopfspiel in Gleißenberg wieder etwas in Mode kommt.

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