Die Kreisgruppe Ansbach im Bund Naturschutz (BN) hat sich personell neu aufgestellt und die Aufgaben neu verteilt. Mit Michael Körber gibt es jetzt einen Flächenmanager. Zum Oktober kommt eine weitere Fachkraft hinzu. Die Kreisgeschäftsstelle leitet Sybille Jungwirth.
Michael Körber kümmert sich als Flächenmanager mit 32 Wochenarbeitsstunden um die Organisation, Planung und Umsetzung von Pflegemaßnahmen auf BN-Eigentums- und Pachtflächen der Kreisgruppe im Kreisverband. Er kommt aus Gunzenhausen und war zuvor beim Landschaftspflegeverband Mittelfranken beschäftigt.
Sybille Jungwirth ist mit 32 Wochenstunden für die Verwaltung und Organisation der Kreisgeschäftsstelle in der Pfarrstraße 33 in Ansbach zuständig. Die Rothenburgerin ist von Beruf Kaufmännische Assistentin und Verwaltungsfachkraft. Sie verfügt langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Bereichen der öffentlichen Verwaltung.
Zuletzt war Sybille Jungwirth als Regierungsangestellte – Regierung von Mittelfranken – in der Verwaltung der Berufsschule Rothenburg eingesetzt. Zur Unterstützung der BN-Geschäftsstelle trägt Heidi Kusebauch an zwei Wochentagen im Rahmen eines Ehrenamtsprogramms bei.
Mit den Personalentscheidungen ist die Hoffnung auf Kontinuität verbunden, um sich wieder vorrangig auf die eigentlichen Aufgaben, den Arten- und Biotopschutz, konzentrieren zu können. Im Hintergrund hat es schon länger rumort.
In der 35-jährigen Ära als hauptamtlicher Geschäftsführer der Kreisgruppe Ansbach machte sich Helmut Altreuther seinerzeit nicht nur Freunde. Wenn er in der Öffentlichkeit seine Position vertrat, scheute er sich nicht davor, um der Sache willen anzuecken. Die einen schätzten ihn als Wortführer. Andere störten sich daran, wie stark er in seinen Aussagen bisweilen polarisierte.
Sein letzter Auftritt war die 50-Jahr-Feier der Kreisgruppe im Juli 2023 im Stadtschloss Herrieden. Sein Rückblick auf die von vielen Ehrenamtlichen getragene Arbeit, die in der Bevölkerung hohe Anerkennung genießt, war gleichzeitig Altreuthers Abschiedsrede. Mit Themen, die die Menschen vor Ort bewegen: Flächenverbrauch, Artensterben, der Schutz von Umwelt und Klima, nachhaltige Ressourcennutzung.
Christina Beckler hatte sich damals die Nachfolge Altreuthers zugetraut und war die erste Frau in dieser Position der Kreisgruppe mit mittlerweile über 4000 Mitgliedern in Stadt und Landkreis Ansbach. Die Technikerin für Landbau war durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit seit 2019 in der Vorstandschaft der Kreisgruppe ein bekanntes Gesicht und scheute sich nicht, stärker ins Blickfeld zu rücken.
In ihre neue Aufgabe arbeitete sich Christina Beckler, die zusammen mit ihrem Mann in Roth bei Herrieden einen bio-zertifizierten Bauerhof im Nebenerwerb führt und ihren Job beim Maschinenring Ansbach kündigte, schon vor ihrem offiziellen Amtseintritt in der BN-Geschäftsstelle ein. Sie nahm Termine wahr, knüpfte Kontakte und suchte Verbündete für gemeinsame Ziele in einem von Männern dominierten Bereich.
Doch zur allgemeinen Überraschung kündigte BN-Geschäftsführerin Beckler nach nicht einmal einem Jahr mit Aussicht auf eine neue Stelle. Sie widmet sich nun im Landesverband Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe Aufgaben für Umwelt und Klima. Vor ihrem Weggang unterstützte sie den BN-Vorstand noch beim Ausarbeiten eines Nachfolgekonzeptes. Es gibt jetzt eine Aufgabenverteilung auf mehrere Schultern, auch um die Urlaubs- und Krankheitsvertretung zu regeln.
Der neue Flächenmanager Körber und die neue Geschäftsstellenleiterin Jungwirth packten bei jüngsten Biotoppflegeeinsätzen in ökologisch wertvollen Naturschutzgebieten im Landkreis Ansbach gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Paul Beitzer und freiwilligen Helfern mit an. Anlaufstelle war das „Lierenfeld“ bei Fürnheim, einem Gemeindeteil von Wassertrüdingen.
Auf dieser Moorfläche im Oettinger Forst wachsen verschiedene Orchideenarten. Die Fläche wurde deshalb bodenschonend mit einem Spezialgerät gemäht. Das Mähgut blieb mehrere Tage liegen. So hatten Kleintiere die Möglichkeit, in ungemähte Bereiche zu gelangen. Die moorige Biotopfläche ist nicht mit schwerem Gerät befahrbar. Das Mähgut wurde deshalb von Hand aus den unbefahren Bereichen herausgetragen.
Für die Biotoppflege der „Moosteile am Klarweiher“ bei Ehingen musste eine stabile Holzbrücke über einen Wassergraben gebaut werden, um zum Arbeiten auf die Fläche zu gelangen wegen des unwegsamen Geländes. Neben so manchem Gummistiefel blieb auch das Spezialmähgerät im Moorboden stecken. Es bedurfte der gemeinsamen Kräfte, um die Maschine wieder einsatzbereit zu machen.