Weinernte unter dem Durchschnitt | FLZ.de

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Veröffentlicht am 13.10.2026 03:32, aktualisiert am 13.10.2026 10:27

Weinernte unter dem Durchschnitt

Die Weinlese liegt 2026 wieder unter dem Durchschnitt - etwa 30 Prozent entfallen auf rote Trauben. (Archivbild) (Foto: A4258 Philipp Schulze/dpa)
Die Weinlese liegt 2026 wieder unter dem Durchschnitt - etwa 30 Prozent entfallen auf rote Trauben. (Archivbild) (Foto: A4258 Philipp Schulze/dpa)
Die Weinlese liegt 2026 wieder unter dem Durchschnitt - etwa 30 Prozent entfallen auf rote Trauben. (Archivbild) (Foto: A4258 Philipp Schulze/dpa)

Trockenheit und Hitze haben 2026 kleinere Weintrauben mit konzentrierten Inhaltsstoffen reifen lassen. Die Winzer in Deutschland erwarten nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts eine um vier Prozent niedrigere Ernte als im Durchschnitt der Jahre 2020 bis 2025. Das wäre ein Minus von etwa 30 Millionen Litern. 

Die gesamte Lesemenge werde voraussichtlich bei 8,0 Millionen Hektolitern liegen - mehr als im Vorjahr mit 7,7 Millionen Hektolitern. Die Zahlen basieren auf einer Schätzung zum 20. September, als die Traubenernte noch nicht abgeschlossen war.

Qualitativ guter Jahrgang erwartet 

Großflächige Schäden durch Wetterereignisse seien 2026 ausgeblieben und die Trauben ließen einen qualitativ guten Jahrgang erwarten. Etwa 70 Prozent der Ernte seien Weißmost und 30 Prozent rote Trauben. Zuwächse gibt es vor allem bei Riesling und Dornfelder. Von Grünem Silvaner und Blauen Portugiesen werden dagegen etwas weniger Trauben gelesen. 

Erntezuwächse vor allem in Rheinhessen, Pfalz und Baden 

Insbesondere in den 3 größten der insgesamt 13 Weinbaugebiete - Rheinhessen, Pfalz und Baden - sei im Vergleich zum Vorjahr mit einer höheren Ernte zu rechnen. Ein Plus zeichne sich insgesamt in sieben Weinregionen ab. Die anderen sind Württemberg, Rheingau, Hessische Bergstraße und Mittelrhein. Ein Minus werde dagegen in den Anbaugebieten Mosel, Franken, Ahr, Saale-Unstrut und Sachsen erwartet. 

Mehr als die Hälfte der gesamten erwarteten Lesemenge in Deutschland (56 Prozent) entfällt wieder auf Rheinhessen (2,4 Millionen Hektoliter) und die Pfalz (2,1 Millionen).

© dpa-infocom, dpa:261013-930-830380/3


Von dpa
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