„Auf den Wein, der uns vereint, auf die Freundschaft, die darin scheint; mögen unsere Gläser klingen und die Herzen stets im Takt der Freude singen!“ Mit diesem Trinkspruch eröffnete Weinkönigin Hanna I. im Beisein von Stefan Eber, dem Vorsitzenden des Weinbauvereins Ipsheim, am Samstag auf dem Bacchusplatz die dritte Auflage der „Tage der offenen Weingüter“.
Per pedes, also zu Fuß, machte sich die Gesellschaft, im Anschluss an den offiziellen Teil, auf den Weg zum nur wenige Meter entfernten Weingut der Familie Riedel. Im malerischen Ambiente seines von Fachwerkgebäuden eingerahmten Vierseithofs erwartete der Hausherr und Winzer Karl Riedel mit einem erlesenen Tropfen aus seinem rund zwei Hektar großen Weinberg die Gäste.
Das Weinticket in der Tasche machte es „Weinschmeckern“ möglich, im Zeitraum von zwei Tagen bei zehn an der Aktion beteiligten Winzern einen ausgesuchten Tropfen zu kosten. Bei Familie Riedel kam beispielsweise ein „Cabernet blanc“ ins Glas. Neben diversen Brotzeitvariationen wurden auf dem Hof Rindfleisch mit Kren und geräucherte Forellen serviert. Ein Angebot, bei dem auch eine bereits zum siebten Mal ob des Weines ins Frankenland gereiste Gruppe aus Oberbayern nicht „Nein“ sagen konnte und Ipsheim nicht nur für einen Tag, sondern in weiser Voraussicht gleich bis Montag gebucht hatte.
Nach der Stippvisite bei den Riedels, führte der Weg der Honoratioren, an der Spitze die beiden Stefans – also Bürgermeister Schmidt und der Vorsitzende Eber –, ins benachbarte Mailheim. Vor dem Anwesen der Riedels wartete bereits die von Max Merkel organisierte, an einen Schlepper angespannte „Weinkutsche“ auf die Ehrengäste und die Majestäten – ein gut gekühlter Tropfen durfte auf dem Wagen selbstverständlich nicht fehlen.
Nachdem der zweite Vorsitzende seine wertvolle Fracht sicher auf dem elterlichen Weingut von Hanna I. abgeliefert hatte, kredenzte Armin Düll die „Alte Rebe“- einen Silvaner, der wohl seit 1937 in den Ickelheimer Weinhängen angebaut wird und seit geraumer Zeit Einzug ins Sortiment des Vaters der amtierenden Königin gefunden hat.
Beendet war der Tag für die Königin und den Vorsitzenden nach dem Abstecher nach Mailheim aber noch nicht. „Sehen lassen müssen wir uns bei allen Teilnehmern“, sagte Eber. Auch wenn die Bahn heuer Ipsheim nicht direkt ansteuern kann, rechnet er mit etwa 10.000 Besuchern.