Schöppeln und Schlemmen auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz mitten in der Ansbacher Altstadt: Das 2. Ansbacher Weinfest hat sich als voller Erfolg erwiesen. Vier Tage lang – von Donnerstag bis Sonntag – ließen sich die Ansbacher und ihre Gäste die edlen Tropfen dreier fränkischer Weingüter schmecken.
Rund 30 Frankenweine der Weingüter Behringer (Abtswind, Landkreis Kitzingen), Mönchshof (Kleinochsenfurt, Landkreis Würzburg) und Goger (Sand am Main, Landkreis Haßberge) konnte man an den vier Tagen probieren.
Die teilnehmenden Winzer konnten mit dem Absatz zufrieden sein. Zwischen 800 und 1000 Liter habe er allein an den ersten drei Tagen ausgeschenkt, sagte Karl Maximilian Goger, Winzermeister und Junior-Chef des Weingutes Goger. „Das trifft auch auf die Kollegen der anderen Weingüter zu.“
Auf einen starken Eröffnungsabend seien zwei „sehr starke“ Tage gefolgt, so Goger. An den sehr warmen Weinfest-Tagen Freitag und Samstag konnte man froh sein, einen schattigen Platz unter den Baumkronen zu ergattern.
Der Renner an seinem Stand sei eindeutig der Bacchus, ein „leichter und fruchtiger Wein“. Ab Freitagnachmittag seien dann viele US-Amerikaner aufs Fest gekommen, die dann auch viel Rot- und Süßweine probiert hätten.
Begleitet wurden die Frankenweine von einer kulinarischen Palette, die vom Burger über Käsespezialitäten bis zur Antipasti-Platte reichten. Kein Grund also, sich vom Johann-Sebastian-Bach-Platz wegzubewegen – zumal Live-Musik auf der Bühne vor dem Stadthaus für Feierstunden sorgten.
Joachim Krohn vom Veranstaltungsbetrieb Zametzer & Krohn, der zusammen mit dem Fränkischen Weinbauverband das Fest aufgezogen hat, zeigte sich „super-positiv“. Auch von den Essens-Gastronomen und von Vertretern der Stadt habe man ein tolles Feedback erhalten.
„Wir haben da anknüpfen können, wo wir – Corona-bedingt – 2019 aufhören mussten“, so Krohn. Schon am Eröffnungsabend habe er sich mit Oberbürgermeister Thomas Deffner verständigt, dass das Ansbacher Weinfest künftig jedes Jahr stattfinden soll: „Fünf Jahre werden die Ansbacher sicher nicht aufs nächste Weinfest warten müssen.“
Auf die Frage, ob künftig auch mittelfränkische Winzer zum Zuge kommen könnten, erklärte Krohn, jeder Winzer könne sich bewerben. „Wir werden auch 2025 wieder mit drei Weingütern an den Start gehen.“ Zunächst hätten aber die drei Winzer, die den Wiederstart des Weinfestes gestemmt hätten, den Vorrang: „Wer mit uns das Risiko eingeht, soll auch belohnt werden.“