Der Johann-Sebastian-Bach-Platz steht in den nächsten Tagen ganz im Zeichen des Weines: Bis einschließlich Sonntag findet hier das Ansbacher Weinfest statt. Die zweite Auflage der Veranstaltung, die 2019 ihre Premiere feierte, ist am Donnerstagabend eröffnet worden.
Der Rahmen hätte bei der Eröffnung nicht besser sein können: Die Sonne strahlte und sorgte für angenehme Temperaturen. Unter den Bäumen am Johann-Sebastian-Bach-Platz versammelten sich die Menschen an den Bierzeltgarnituren und ließen sich die Weinauswahl schmecken. Schon zu Beginn um 18 Uhr waren die Bänke gut gefüllt.
So könne man es gut aushalten, sagte Oberbürgermeister Thomas Deffner bei der Eröffnung mit Blick auf das Ambiente. Er zeigte sich dankbar, dass die Veranstalter „dieses schöne Weinfest nach Ansbach bringen“.
Für die fränkische Weinkönigin Lisa Lehritter war es nach eigenen Worten „wahnsinnig schön, zu sehen“, dass es ein solches Fest auch in einer Stadt wie Ansbach gibt, in der der Weinanbau nicht das ganz große Thema sei. Sie hob auch die Bedeutung solcher Veranstaltungen hervor. Immerhin bieten diese die Möglichkeit, „unsere fränkische Kultur zu präsentieren“.
Für Joachim Kohn vom Veranstaltungsbetrieb Zametzer & Krohn GbR ist es das Ziel, dass aus dem Ansbacher Weinfest „eine wunderschöne Tradition“ wird. Er lud die Besucher dazu ein, sich an den vier Tagen durch die Weinkarte zu probieren. Das sei möglich, sagte er und grinste.
Bei dem Fest steht ganz klar der Wein im Mittelpunkt. 30 hochwertige Frankenweine der Weingüter Behringer in Abtswind (Landkreis Kitzingen), Mönchshof in Kleinochsenfurt (Landkreis Würzburg) und Goger in Sand am Main (Landkreis Haßberge) werden den Besuchern bis Sonntag angeboten.
Hinzu kommt eine kulinarische Palette, die von Käsespezialitäten über Burger bis zu Antipasti-Tellern reicht. Nicht ohne Grund warben die Veranstalter – der Fränkische Weinbauverband und der Veranstaltungsbetrieb Zametzer & Krohn GbR – im Vorfeld mit dem Slogan „Schöppeln und Schlemmen auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz“ im Vorfeld für das Ansbacher Weinfest.
Neben der Kulinarik spielt auch die Kultur bei dem Fest eine gewichtige Rolle. An allen Tagen bekommen die Besucher Live-Musik zu hören. Zum Auftakt spielten zum Beispiel „Die Rossinis“ eine Mischung aus Italiano, Latino, Rock’n’Roll und 50er-Jahre-Musik.
Am Freitag spielen „The Jets“ ein abwechslungsreiches Oldie-Programm (18 Uhr). Den Samstag gestalten derweil „Ben Stone & Co.“ mit Rock- und Bluesklassikern aus 60er und 70er Jahren (13 Uhr) sowie die Gruppe „Heaven“ mit Pop- und Rockmusik der 80er Jahre bis in die Gegenwart (18.30 Uhr).
Die musikalische Umrahmung am Sonntag übernehmen „Carswell & Hauck“ mit einem Repertoire aus Soul und Rock (12 Uhr) sowie „FranKinelli“ mit einer musikalischen Reise von den 50ern bis in die 2000er Jahre (17.30).
Die zweite Auflage des Ansbacher Weinfestes findet am Freitag von 16 bis 23 Uhr, am Samstag von 11 bis 23 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 21.30 Uhr statt.