Am Freitag um 13 Uhr hat das Warten ein Ende. Mit der Eröffnung des Händler- und Handwerkermarktes am Grünen Markt und am Kirchplatz beginnt das Pfingst-Festwochenende – wie immer mit Festzügen, Lagerleben, Markttreiben und natürlich mehreren Aufführungen des Historischen Festspiels „Der Meistertrunk“.
Premiere ist am Freitag um 19.30 Uhr im Kaisersaal des Rathauses – gleich nach der offiziellen Pfingsteröffnung um 18 Uhr am Marktplatz. Aktuell laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Zum Beispiel müssen bis Freitag alle Kutschen aus der Scheune im Freudengässchen zum Ausgangspunkt des Heereszuges in der Spitalgasse gebracht werden.
Die Gefährte sind gut gepflegt. Denn die beiden Zeugmeister Jonas Finkenberger und Sebastian Baumann investieren jedes Jahr viele Stunden in deren Reparatur und Wartung. Auch die Scheune des Vereins in der Spitalgasse dient als Lagerfläche für Festspiel-Equipment. Allerdings wies sie einige Mängel auf: Unter anderem an Dach und Fassade musste dringend etwas getan werden. Erst kurz vor Pfingsten war die Sanierung abgeschlossen.
Die Renovierung war teuer und wurde zu einem Großteil vom Verein finanziert. Aber: „Die rund 170.000 Euro für die Renovierung müssen irgendwo herkommen“, sagt Festspiel-Vorstand Martin Wegele. „Dafür haben wir uns schon ein Polster gebildet und über Jahre hinweg gespart.“
Durch die Eintrittsgelder beispielsweise. Die werden außerdem für die aufwendige Instandhaltung und Pflege der empfindlichen historischen Kostüme und Waffen verwendet, für die Organisation und Logistik von Handwerkermarkt, Feldlager, Festwiese und Heereszug sowie die „Meistertrunk“-Aufführungen im Kaisersaal.
„Sämtliche Eintritte, Spenden, Zuschüsse werden reinvestiert“, so Wegele. Die teilnehmenden Gruppen finanzieren sich fast ausschließlich selbst durch ihre Mitgliedsbeiträge, sind zum Beispiel für die Verpflegung selbst verantwortlich, so Wegele. Lediglich Zelte und Kessel werden vom Festspiel zur Verfügung gestellt. Immer höhere Kosten verursachen laut Wegele auch die Sicherheitsvorkehrungen – denn hier habe man einige zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen – Einfahrsperren an den Toren beispielsweise oder auch schärfere Maßnahmen zur Sperrung von Altstadt, Feldlager und Festplatz. Auch bei der Planung, wie der Heereszug abgesichert werden kann, waren einige Überlegungen notwendig, erklärt Wegele. Immerhin sind daran über 900 Mitwirkende beteiligt.
Bis Donnerstagabend, 5. Juni, sind die Festplaketten noch im Vorverkauf erhältlich: beim Tourismusbüro sowie in vielen örtlichen Gaststätten und Geschäften.