Die 14-jährige Pia Lechner ist die neue Kinderlore in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 16.02.2025 16:48

Die 14-jährige Pia Lechner ist die neue Kinderlore in Dinkelsbühl

Pia Lechner überzeugte den Rollenbesetzungsausschuss auch mit ihrer Textkompetenz. (Foto: Martina Haas)
Pia Lechner überzeugte den Rollenbesetzungsausschuss auch mit ihrer Textkompetenz. (Foto: Martina Haas)
Pia Lechner überzeugte den Rollenbesetzungsausschuss auch mit ihrer Textkompetenz. (Foto: Martina Haas)

Pia Lechner ist die neue Kinderlore der Dinkelsbühler Kinderzeche. Sie überzeugte am Sonntag den Rollenbesetzungsausschuss des Historischen Festspiels. Vergeben wurden fünf weitere Rollen. Damit sei ein Generationswechsel eingeleitet worden, sagte anschließend Festspiel-Vorstand Maximilian Mattausch.

Die 14-jährige Gymnasiastin Pia Lechner war nach dem Vorsprechen im Zeughaus überglücklich, auch wenn ihr die Situation noch ein wenig surreal vorkam, wie sie der bisherigen Kinderlore Nele Görgler verriet, die nach zwei Jahren traditionsgemäß ausscheidet. Lechner teilt sich die Rolle der Retterin der Stadt mit Magdalena Pfoser, die im Vorjahr neu gewählt wurde.

Pia Lechner besucht das Dinkelsbühler Gymnasium und hat einen familiären Kinderzech-Hintergrund: Mit den Eltern war sie bisher im Schwedenlager aktiv. Ihre Eltern hätten sie ermutigt, sich für die Rolle der Kinderlore zu bewerben, erzählt Pia Lechner, zu deren Hobbys das Schultheater zählt. Sie tanzt gerne und ihre Lieblingsfächer sind Latein und Deutsch. Das Besondere der neuen Rolle, die sie ab Juli vor Tausenden Menschen ausfüllen will, sei für sie der Bezug zur Geschichte ihrer Heimatstadt.

Zehn Bewerberinnen wollten die Kinderlore spielen

Kinderzech-Vorstand Mattausch freute sich über die Wahl des Rollenbesetzungsausschusses. Mit Pia Lechners Sprech- und Theatererfahrung setze sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Das erleichtere einen schnellen Einstieg in die Proben, um auf der Bühne die Rolle zu entwickeln, meinte er. Er werde ab diesem Jahr Teil der Spielleitung sein, berichtete Mattausch außerdem.

Zur Statistik fügte er an, dass sich in diesem Jahr zehn junge Frauen für die Rolle der Kinderlore beworben hatten. Das Interesse sei, so wie in allen Jahren nach der Pandemie, erneut hoch gewesen.

Zu vergeben waren weitere Rollen: Ganz neu im Festspiel ist Andreas Böhm, der von Thomas Staufinger in der Besetzung Kallert das Kostüm des Ratsherrn Georg Ensmann übernehmen wird. Staufinger wiederum wechselt in die Besetzung Hippelein, die turnusmäßig 2026 an der Reihe sein wird. Er wird dort neuer Stadthauptmann.

Alle weiteren Neubesetzungen betreffen die Besetzung Kallert, die in diesem Jahr im Einsatz ist: Alexander Scheck übernimmt die Rolle der Begleitung des Bürgers Hechtlen, die bisher Thomas Vaas innehatte. Der wiederum tauscht sein Kostüm mit dem des Ratsherrn Rokenbach.

Vom schwedischen Offizier zum Graf Drechsel

Andreas Kögler, bislang berittener schwedischer Offizier ohne Festspielfunktion, wie das bei der Kinderzeche genannt wird, übernimmt von Maximilian Mattausch die Rolle des Inspizienten Graf Drechsel.

Bis die diesjährige Besetzung, die ihren Namen vom Darsteller Dr. Burkhard Kallert hat, mit den Proben beginnt, dauert es noch bis Ende April, Anfang Mai, wie Maximilian Mattausch ankündigte.

Mit den vielen Um- und Neubesetzungen sei der erste Schritt des Generationswechsels im Festspiel vollzogen, fügte der Vorstand hinzu. Das werde sich in den kommenden Jahren fortsetzen.

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