„Schön, dass ihr alle da seid.“ Mit diesen Worten hat Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh am Montagvormittag im romanischen Geviert das Gesamt-Ensemble der Kreuzgangspiele begrüßt. Er freue, sich auf Begegnungen und Gespräche in den kommenden Monaten.
Der Rathauschef nutzte die Gelegenheit auch, um die Akteurinnen und Akteure der Festspiele darüber zu informieren, dass sich in Feuchtwangen gerade „viel tut“. Ruh verwies zunächst auf das Offensichtliche: die zahlreichen Baustellen in der Altstadt. Einige der Maßnahmen würden bis zu den Premieren der Abendstücke im Juni abgeschlossen sein. Der Bürgermeister machte zudem auf Millionen-Projekte aufmerksam, mit denen vor Ort ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden soll: der Bau eines Batteriespeichers sowie eines Elektrolyseurs.
Intendant Johannes Kaetzler bezeichnete Feuchtwangen in diesem Zusammenhang als „eine besondere Stadt“ – auch jenseits des Theaters. Dessen Tradition gelte es, zu bewahren und beglückend für die Menschen in die Zukunft fortzuführen. Mit der Tradition als Fundament solle Neues gesucht, eingebaut und umarmt werden, betonte der Intendant.
Er bekannte, Peter Heeg sehr zu vermissen. Der Doyen der Kreuzgangspiele verstarb Ende Februar. Er persönlich habe viel von Heeg gelernt und von dessen Erfahrung profitiert, sagte Kaetzler. Heeg gab im Jahr 1963 sein Kreuzgang-Debüt und wurde zu einer prägenden Gestalt auf der Feuchtwanger Bühne.
Der Intendant warf außerdem einen Blick in die Zukunft: Er hat seinen Vertrag bis 2028 verlängert – danach soll aber definitiv Schluss sein. Er wolle „mit ganzer Kraft“ dafür sorgen, dass „der Übergang ein schöner wird“, betonte der Intendant. Er setze dabei auf Kontinuität statt Disruption.
Im Anschluss an den Willkommensgruß nahm das Ensemble für das Stück „Sherlock Holmes – ein Skandal“ die Proben auf. Um das Kriminaldrama von Arthur Conan Doyle einzustudieren, hat die Truppe um Regisseur Lennart Matthiesen, von dem auch die Bühnenfassung stammt, gut sechs Wochen Zeit.
Premiere ist am Donnerstag, 12. Juni. Es spielen Johann Anzenberger, Kirsten Schneider, Mario Schnitzler, Edina Hojas, Achim Conrad, Joseph Reichelt, Ulrich Westermann, Meike Pintaske, Michael Grötzsch, Ben Erik Schröter, Jaes Gärtner und David Riedt. Das Bühnenbild stammt von Werner Brenner und die Kostüme hat Heike Engelbert entworfen. Für die Musik ist Michael Reffi verantwortlich. Dramaturgisch wird das Stück von Dr. Maria Wüstenhagen betreut.