Frisch und lebendig kam das historische Festspiel der Stadt Bad Windsheim „Der Wagnertanz“ bei seiner Aufführung am Pfingstsonntag daher. Die Darstellenden wurden in den vergangenen Monaten intensiv gecoacht.
Nachdem das Spiel bereits begonnen hatte, wäre der Rest der Darbietung beinahe buchstäblich ins Wasser gefallen. Einsetzender Platzregen ließ die schon zahlreich am Dr.-Martin-Luther-Platz in Bad Windsheim versammelten Besucherinnen und Besucher kurzerhand unter die Rathaus-Arkaden flüchten. Dort hatten sich auch die Mitglieder der Wagnertanzgilde 1560 mit Spielmanns- und Fanfarenzug untergestellt. Um die Wartezeit zu überbrücken, gaben die Spielleute spontan einige Stücke zum Besten.
Zwar traten manche Besucher dann schon frühzeitig den Heimweg an, einige aber ließen sich die Aufführung nicht entgehen, nachdem der Regen nachgelassen hatte. Levent Özdil, Schauspieler und Initiator des Theaters in der Stadt in Bad Windsheim, hatte mit den Darstellenden zuletzt intensiv gearbeitet. Gemeinsam wurde an den Rollen gefeilt, ohne dass die Historie des Wagnertanzes verloren ging. Wertvolle Tipps, um das Spiel lebendiger zu machen, gab der Profi, betonte auch die neue Festspielleiterin Marie-Luise Kreft.
Levent Özdil selbst stand am Pfingstsonntag ebenfalls auf der Bühne und verkörperte aushilfsweise den Altbürgermeister. Künftig wird Ludger Mennes die Rolle übernehmen. Auch Thomas Fischer, ebenfalls vom Theater in der Stadt, wirkte mit und schlüpfte aushilfsweise in die Rolle des Ratsbaumeisters. Sie muss künftig noch besetzt werden.
Und weitere Premieren gab es zu verzeichnen: Die Bürgertochter verkörperte erstmals Stadträtin Silke Städtler. Jürgen Boier, noch-geschäftsleitender Beamter der Stadt, fand sich erstmals in der Rolle des ersten Altgesellen wieder.
Kreft warb zudem für weitere Mitstreiter – sei es als Tänzer oder Darsteller. Die nächste Aufführung des historischen Festspiels ist am Kirchweihsonntag, 31. August. Bis dahin werden die Darstellenden noch weiter mit Levent Özdil am Festspiel feilen.