Der offizielle Auftakt des Frühlingsfestes musste am Freitagabend etwas warten: Braumeister Georg Dorn hatte auf dem Weg zum Festplatz einen Verkehrsunfall. Ihm ist nichts weiter passiert, doch der Anstich des ersten Fasses verzögerte sich dadurch.
Georg Dorn von der gleichnamigen Brauerei in Bruckberg war schon auf dem Hohenzollernring in Höhe des Aquella, als ein entgegenkommendes Auto auf seine Fahrbahnseite geriet. Es kam zum Frontalzusammenstoß.
Die Nachricht machte auf dem Festplatz schnell die Runde. Dort warteten alle auf den Braumeister, der auch Zapfhahn und Co. mitbringen sollte. Die Familie reagierte schnell. Die Schwester brachte einen anderen Zapfhahn aus der Brauerei, der Bruder machte sich auf den Weg, um die Familie beim offiziellen Fassanstich zu vertreten. Drei Schläge brauchte Oberbürgermeister Thomas Deffner, dann konnte er rufen: „Ozapft is’.“
Abgesehen von der unschönen Episode und dem Wetter, das ein paar Grad mehr hätte spendieren können, ließ sich das neue Frühlingsfest gut an. Im Laufe des Abends schauten immer mehr Menschen auf dem Festplatz vorbei, um zu sehen, was Festwirt Sascha Lagemann und seine beiden Mitstreiter Curt Eschenbacher und Pierre Schilling auf die Beine gestellt hatten.
Angesichts des Wetters waren die Plätze im Festzelt gestern begehrter als jene im Biergarten, doch die nächsten Tage sollen die Temperaturen anziehen, dann wird sich das sicher drehen. Im Festzelt finden bis zu 1000 Menschen Platz, außen 2000.
Die Gegebenheiten am neuen Platz findet Lagemann insgesamt super. Es ist genügend Platz, um auch attraktive Fahrgeschäfte aufzubauen. Allerdings seien die Macher des Frühlingsfestes durch das Stromangebot limitiert worden. „Für den Free-Fall-Tower reicht der Strom leider nicht.“
Trotz dieser Einschränkung ist auf dem Festplatz einiges geboten. Neben verschiedenen Karussells, einem Autoscooter und dem Riesenrad sind auch zwei wilde Fahrgeschäfte für die Mutigen aufgebaut. Die Stadt hat alle Anwohner angeschrieben und um Verständnis geworben, sollte es etwas lauter werden. „Es sind nur zehn Tage“, bittet Lagemann um Nachsicht.
Gefeiert wird bis einschließlich Sonntag, 1. Juni. Jeder Tag des Frühlingsfestes steht unter einem anderen Motto und hat entsprechend einen etwas anderen Schwerpunkt.