Das Ansbacher Frühlingsfest will ab Freitag mit Vielfalt punkten | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.05.2025 09:00

Das Ansbacher Frühlingsfest will ab Freitag mit Vielfalt punkten

Noch liegt das Riesenrad am Boden. Von Freitag an wird es sich auf dem neuen Festplatz drehen. (Foto: Robert Maurer)
Noch liegt das Riesenrad am Boden. Von Freitag an wird es sich auf dem neuen Festplatz drehen. (Foto: Robert Maurer)
Noch liegt das Riesenrad am Boden. Von Freitag an wird es sich auf dem neuen Festplatz drehen. (Foto: Robert Maurer)

Es ist die große Hoffnung auf einen Neustart: Am Freitag beginnt das Ansbacher Frühlingsfest mit einer ganzen Reihe an Veränderungen. Gefeiert wird satte zehn Tage auf dem Messegelände – deutlich länger als bisher.

Im Vergleich zur Kirchweih lag das Frühlingsfest in Sachen Besucherzuspruch zwar vorne, aber ein glanzvoller Sieg war das nicht. Die Kirchweih ist in der bisherigen Form Geschichte. Sie geht nun als ein Programmpunkt im Fest „Auf der Ziegenwiese“ am zweiten Juli-Wochenende auf.

Doch auch das Frühlingsfest stand auf der Kippe, bis Pierre Schilling, Curt Eschenbacher und Sascha Lagemann mit einem neuen Konzept bei der Stadt vorstellig wurden. Alle drei bringen Erfahrung für solche Feste mit: Schilling als Betreiber von Imbissbuden, Lagemann ist Gastwirt und hat im vergangenen Jahr die Kirchweih in Eyb erfolgreich ausgerichtet und Eschenbachers Familie ist mit ihren Fahrgeschäften seit Jahrzehnten in ganz Mittelfranken am Start.

Fünf große Fahrgeschäfte

Gemeinsam haben die drei die „Ansbacher Frühlingsfest GbR“ gegründet und jeder setzt seinen eigenen Schwerpunkt im Gesamtkonstrukt. Auf dem Messegelände, das mit 9000 Quadratmetern etwa doppelt so groß ist wie das Areal auf der Hofwiese, ist reichlich Platz für Fahrgeschäfte. 23 Aussteller haben ihr Kommen zugesagt. Bewerbungen habe es mehr als doppelt so viele gegeben, hat Eschenbacher bei der Programmvorstellung berichtet.

Fünf Großfahrgeschäfte werden auf dem Festplatz stehen. „Rock Q“, das erst heuer im März seinen ersten Einsatz hatte, zählt dabei sicher zu den Highlights. Weltweit gibt es Eschenbacher zufolge nur sieben vergleichbare Fahrgeschäfte. Als Blickfang soll zudem ein Riesenrad dienen. Aber auch Klassiker wie Autoscooter, Ketten- oder Kinderkarussell, Losbude oder Schießstand verspricht das Angebot.

Das Riesenrad wird übrigens auch Schauplatz eines besonderen Speed-Datings sein: Unternehmer und Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz können schauen, ob sie zueinander passen. In die Kategorie Wirtschaft gehört auch die Gewerbeschau, die Teil des Programms sein wird.

Die Tage bekommen jeweils ein Motto, wie es bei vergleichbaren Festen üblich ist:

  • Samstag, 24. Mai: Schafkopf-Turnier
  • Sonntag, 25. Mai: Blaulicht-Tag
  • Montag, 26. Mai: Seniorentag mit Seniorentanz
  • Dienstag, 27. Mai: Familientag
  • Mittwoch, 28. Mai: Tag der Betriebe
  • Donnerstag, 29. Mai: Vatertag
  • Freitag, 30. Mai: deutsch-amerikanischer Abend
  • Samstag, 31. Mai: Autotag
  • Sonntag, 1. Juni: Schlusstag

Das Programm soll zeigen: Auf dem Messegelände wird für jeden etwas dabei sein. Nicht vergessen werden darf das Bürgerschießen, das seit 1976 in Ansbach veranstaltet wird. Die HSG und der SV Germania werden es auch am neuen Standort anbieten.

Das Bierzelt wird mit 1000 Sitzplätzen etwas kleiner als bisher, dafür wird der Biergarten mit 2000 Plätzen größer, kündigte Festwirt Lagemann an. Er verspricht selbst gekochte fränkische Schmankerl im Festzelt und will generell viel Wert auf regionale Produkte legen. Außerdem wird zeitgemäß ein Safe Space geschaffen, ein Rückzugsort für alle, die sich belästigt fühlen. Und es gibt ein eigens gebrautes Festbier, ein Helles. Das steuert die Brauerei Dorn aus Bruckberg bei.

Parkplätze, aber kein Shuttlebus

Geparkt werden kann gleich nebenan. 400 kostenfreie Parkplätze stehen zur Verfügung „Ein riesengroßer Vorteil gegenüber der Hofwiese, vor allem für Auswärtige“, findet Lagemann. Ein weiterer Pluspunkt der Fläche ist die Sicherheit. Nach den jüngsten Anschlägen in anderen Städten sah die Verwaltung Nachholbedarf beim Sicherheitskonzept. Das ist am Messegelände einfacher umzusetzen.

Wer allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Frühlingsfest oder wieder nach Hause will, muss das genau planen. Zwar gibt es die Bushaltestelle „Messezentrum“ an der Schalkhäuser Straße, doch der letzte Bus fährt irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr (je nach Wochentag) hin und wieder weg, danach gibt es nur das Anrufsammeltaxi. Das muss man eine Stunde vor der Fahrt telefonisch bestellen. Und es fährt immer über den Schlossplatz. In den meisten Fällen dürfte es für Ansbacher schneller sein, heimzulaufen. Man könne in Zukunft über einen Shuttlebus nachdenken, teilte die Stadtverwaltung auf Anfrage mit.

Am Freitagnachmittag ab 14 Uhr beginnt das wilde Treiben, der offizielle Bieranstich durch Oberbürgermeister Thomas Deffner ist um 18 Uhr. Eingeladen dazu sind Vereine, die sich um das Brauchtum verdient machen. Deffner hofft, dass die neuen Impulse den Nerv des Publikums treffen. „Der Umzug auf das Messegelände ist eine gute Gelegenheit, das Ansbacher Frühlingsfest neu zu erfinden.“

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