Frühlingfest in Bad Windsheim: Weinabend und Weißwurst gibt es auch 2026 | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.04.2025 08:00

Frühlingfest in Bad Windsheim: Weinabend und Weißwurst gibt es auch 2026

Ein spektakuläres Erlebnis war wieder das Brillant-Höhenfeuerwerk. Viele Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgten das Ereignis vom Festplatz aus. (Foto: Mirko Fryska)
Ein spektakuläres Erlebnis war wieder das Brillant-Höhenfeuerwerk. Viele Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgten das Ereignis vom Festplatz aus. (Foto: Mirko Fryska)
Ein spektakuläres Erlebnis war wieder das Brillant-Höhenfeuerwerk. Viele Zuschauer und Zuschauerinnen verfolgten das Ereignis vom Festplatz aus. (Foto: Mirko Fryska)

Von einem vollen Erfolg sprechen die einen, die anderen waren mit dem Ablauf des Frühlingsfestes nicht ganz so zufrieden. Während der Veranstalter, die Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH (KKT), Neuerungen als einen richtigen Schritt in die Zukunft sieht, wünschen sich Schausteller, bei der Planung mitgenommen zu werden.

Kinderkettenkarussell und Geisterhaus waren zwei der neuen Angebote am Festplatz. KKT-Geschäftsführerin Birgit Grübler zeigte sich „hoch zufrieden“ damit. Man sei auf die Wünsche der Bürger eingegangen und habe diese realisiert. Bislang habe sie zur Auswahl nur positives Feedback bekommen.

Zumindest ein Teil der Schausteller sieht das etwas anders. „Ich sag’ überhaupt nichts mehr, nicht, dass ich wieder eine auf den Deckel krieg’.“ Der Sprecher der Schausteller, Denis Krzenck, wollte auf Nachfrage unserer Redaktion keine Auskunft geben. „Die finden das nicht gut, wenn wieder alles negativ rüberkommt.“ Mit „die“ meinte er Grübler und Bürgermeister Jürgen Heckel, die die Kritik entschieden zurückweisen und „niemals jemanden in seiner Meinung beeinflussen“, so Heckel. Er betonte, dass man durchaus über Probleme reden solle, aber „miteinander, nicht übereinander“. Diese über Social Media oder die Zeitung aufzuheizen sei der falsche Weg.

Nicht mehr so viele Leute wie früher

Coco Straetemans, Krzencks Tochter, und ihre Oma Waltraud Krzenck sprachen von einem verhaltenen Frühlingsfest. Es kämen einfach nicht mehr so viele Leute wie früher, meint Krzenck und das liege nicht nur am Wetter.

Schon bei der Werbung hätte man mehr machen können, findet Straetemans. Da seien „zu viele Fehler“ passiert. Die Schausteller fänden im Programm nicht genügend Erwähnung. Alles ziele auf das Programm im Festzelt ab, obwohl bei einem Frühlingsfest doch der Festplatz die Attraktion sein sollte, betont sie. Schon beim Stellen der Fahrgeschäfte seien sie nicht gefragt worden, obwohl sie es doch seien, die von so etwas Ahnung hätten.

Birgit Grübler bestätigt, dass umgestellt wurde. Als Grund nannte sie die „sehr lauten Fahrgeschäfte“, die neben dem Festzelt das musikalische Programm im Zelt gestört hätten und deshalb mit leiseren Attraktionen die Plätze tauschen mussten. Die KKT sei Veranstalter und habe sich auch um solche Dinge zu kümmern, sagt Grübler. „Wir haben uns intensiv Gedanken zur Anordnung gemacht.“

Heckels Ideen finden Anklang

Die Schausteller wünschen sich dagegen, einbezogen zu werden und, dass ihre Kritik auch gehört wird. Man wolle ja auch nichts Böses, sondern nur, dass es für alle Seiten ein schönes und erfolgreiches Fest werde, sagt Straetemans.

Das Programm im Zelt habe man heuer „deutlich aufgestockt“, sagt Grübler. Die Ideen, die Heckel laut eigener Aussage selbst eingebracht hat, wie den ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem Weißwurstfrühschoppen und den Weinabend mit der Ipsheimer Weinkönigin, sollen 2026 fest im Programm aufgenommen werden. Seine gesangliche und tänzerische Showeinlage beim Weinabend könne er sich persönlich auch als festen Punkt vorstellen, sagt Heckel mit einem Augenzwinkern. „Singen kann ich, aber ich bin nicht textsicher, das ist das Problem“. So werde zumindest dieser Programmpunkt ein spontaner bleiben.

Mit Festwirt Thomas Ullrich habe man „tadellos Hand in Hand und konstruktiv“ zusammen gearbeitet, lobt Grübler: „Es macht Spaß, mit einem Partner, mit dem es klappt, etwas nach vorne zu bringen.“ Auch Ullrich lobt die Zusammenarbeit mit der KKT, die viel Arbeit investiert hätte, um Menschen zum Frühlingsfest und ins Festzelt zu bringen.

Zahlen wie im Vorjahr

Die allgemeine Kritik der Schausteller können werde Ullrich noch Grübler nachvollziehen. „Es ist echt schwer, aus deren Sicht überhaupt etwas richtig zu machen“, sagt Grübler. Mit den Betreibern der neuen Fahrgeschäfte habe sie gesprochen und die seien durchaus zufrieden gewesen in Bad Windsheim.

Das sieht auch Ullrich so. „Mir hat das Fest gefallen“, betont er. Zufrieden sei er auch. Die Zahlen seien wie im vergangenen Jahr gewesen. Der Regen am Ostersonntag sei zwar schlecht gewesen, der darauf folgende Montag aber habe das wieder ausgeglichen. Dass das Angebot, im Festzelt zu essen, immer besser angenommen werde, freut ihn. Bei den Getränken spüre man auch in Bad Windsheim den bundesweiten Trend, dass gerne auch zu anderen Getränken gegriffen werde, als zum Bier.

„Wir sind sehr positiv überrascht“, sagt Heiko Dürr, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Bad Windsheim. Übermäßiger Alkoholgenuss sei kein Thema gewesen und auch sonst „war es ein friedliches Fest“.

Empfehlungen der Polizei

Im Vornherein auf facebook wurde an den Beton-Pollern genörgelt, die laut einiger Kommentatoren und auch aus Sicht der Schausteller nicht so aufgestellt worden seien, dass man sich sicher gefühlt hätte. „Wir haben uns da im Vorfeld sehr genau ein Bild gemacht, das ist alles durchdacht, auch mit der Polizei“, betont Grübler, die versteht, dass, wenn man das Resultat gesehen habe, vielleicht nicht alles sofort nachvollziehbar gewesen sei. Das bestätigt der Polizeichef. Im Vorfeld habe es laut Dürr mehrere Treffen mit den Verantwortlichen gegeben, bei denen es um die Sicherheit gegangen sei. Anschließend habe es aus der Sicht der Polizei entsprechende Empfehlungen gegeben.

21 der Betonklötze sind im Besitz der KKT. Der Rest der 65, die beim Frühlingsfest im Einsatz waren, seien gemietet, so Grübler. Die 21 entlang der Schützenstraße werden auch stehen bleiben. Dort werde man sich überlegen, wie man diese kaschieren kann, eventuell durch Begrünung. Einige Firmen hatten im Vorfeld zudem angeboten, bezahlte Werbung darauf zu platzieren. Das habe Grübler nicht generell ausgeschlossen. Zeitlich sei dies nun aber einfach nicht möglich gewesen, man habe sich jetzt erst einmal darauf fokussiert, dass dieses Konzept mit den Steinen an sich funktioniere. „Für die Zukunft will ich da nichts ausschließen, da muss man jetzt einfach drüber sprechen.“


Von km, Gerhard Krämer
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