Schokoherzen zur Begrüßung: Neue Asylbewerber in Burgoberbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 07.09.2023 17:51

Schokoherzen zur Begrüßung: Neue Asylbewerber in Burgoberbach

Einige Mitglieder des Helferkreises sowie zweiter Bürgermeister Carlheinz König (links) hießen die Neuankömmlinge willkommen. (Foto: Andrea Walke)
Einige Mitglieder des Helferkreises sowie zweiter Bürgermeister Carlheinz König (links) hießen die Neuankömmlinge willkommen. (Foto: Andrea Walke)
Einige Mitglieder des Helferkreises sowie zweiter Bürgermeister Carlheinz König (links) hießen die Neuankömmlinge willkommen. (Foto: Andrea Walke)

Zwei türkischstämmige Familien sind am Donnerstag als erste Bewohner in die neue Flüchtlingsunterkunft in Burgoberbach eingezogen. Vertreter des neuen Helferkreises nahmen sie in Empfang.

Der Wirbel über die Aufnahme der Asylbewerber war im Vorfeld groß. Denkbar unproblematisch gestaltete sich im Vergleich der eigentliche Einzug. Die beiden Familien, die bereits vorher im Landkreis Ansbach untergebracht waren, wurden mit dem Bus hertransportiert.

Der Wechsel soll nichts mit etwaigen Schwierigkeiten in den vorherigen Unterkünften zu tun haben, sondern mit den Gebäuden an sich, stellte Christine Krüger vom Helferkreis Neuses klar. Sie unterstützt die Burgoberbacher Helfer mit ihrer Erfahrung. Von Seiten des Landratsamtes habe man ihr versichert, dass es sich nicht um eine Verlegung von „Problemfällen“ handelt.

Die erste, die vor ihrem neuen Heim in Empfang genommen wurde, war eine schwangere Frau mit kleinen Kindern. Freundlich lächelnd gab sie jedem die Hand. Als unbegründet erwies sich die Sorge des Helferkreises bezüglich einer schnellen Organisation der notwendigsten Dinge: Die beiden Familien hatten Berge an Gepäck dabei, sogar eine Schultüte war darunter.

Ein Obstkorb vom Helferkreis

Vertreterinnen des Landratsamtes teilten den Familien ihre Zimmer zu. Mitarbeiter der Immobilienfirma, die das Gebäude an die Behörde vermietet, bauten noch einige Betten auf. Handtücher und Decken wurden auf den Matratzen bereitgelegt. Außerdem Schokoladen-Herzen – ein kleiner Willkommensgruß.

Der Helferkreis hatte einen Obstkorb besorgt. Alles Weitere wird mit den Familien gemeinsam eingekauft. So kann auf die kulturell bedingten Essgewohnheiten besser Rücksicht genommen werden.

Die Dolmetscher-App half beim ersten Kontakt

Mit Hilfe einer Dolmetscher-App knüpften die Ehrenamtlichen erste Kontakte zu den Neuankömmlingen. Schließlich gilt es, in den nächsten Tagen einiges zu erledigen, so auch die Anmeldung in der Gemeindeverwaltung. Die Sprach-Arbeitsgruppe will zeitnah ein Treffen organisieren, um zu sehen, welche Deutschkenntnisse schon vorhanden sind, erzählte Barbara Nuhn.

Bald ziehen noch einige Männer in das Haus ein. Sobald der Helferkreis weiß, mit wem er es zu tun hat, kann er loslegen. An Motivation mangelt es den Ehrenamtlichen nicht. Bürgermeister Gerhard Rammler kam ebenfalls auf einen Sprung vorbei und drückte seine Hoffnung aus, dass nun – wenn sich die erste Aufregung gelegt hat – wieder Ruhe einkehrt in Burgoberbach.


Andrea Walke
Andrea Walke
... ist Redakteurin in der Lokalredaktion Ansbach und seit Dezember 2012 bei der FLZ. Sie fühlt sich in Rathäusern genauso wohl wie in Gerichtssälen und trifft am liebsten Menschen, die eine interessante Geschichte zu erzählen haben. Seit 2017 betreut sie redaktionell die Aktion "FLZ-Leser helfen".
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