Auch in diesem Jahr prämiert der Bezirk Mittelfranken wieder besonders gelungene und vorbildlich durchgeführte denkmalpflegerische Leistungen. Bei der ersten Runde der Ehrungen wurden unter anderem ein Projekt aus der Stadt und vier aus dem Landkreis Ansbach ausgezeichnet.
Vorhaben aus dem Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim folgen bei einer zweiten Veranstaltung am 22. März in Großhabersdorf.
Die Auszeichnung der Bauwerke ist eine ideelle Ehrung, bei der die Preisträgerinnen und Preisträger eine Urkunde erhalten. Außerdem erscheint ein Begleitband, in dem die Objekte und Kleindenkmäler eines Jahrgangs in Wort und Bild vorgestellt werden. Zum ersten Mal gibt es heuer außerdem eine Plakette, die außen am Objekt angebracht werden kann und auf die Prämierung hinweist.
In seiner Begrüßung zu der Feierstunde im Ansbacher Bezirksrathaus sagte Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster, die Ausgezeichneten hätten einen „wesentlichen Beitrag zum Erhalt unserer mittelfränkischen Heimat geleistet“. 2023 seien 49 Vorschläge eingereicht worden, von den 33 von einer fachkundigen Jury ausgewählt wurden.
Die Jurorinnen und Juroren achteten besonders auf die Vorbildlichkeit und das denkmalgerechte Vorgehen bei den Projekten. Bewusst, so Forster, würdige man auch kleinere Maßnahmen, denn auch diese fordern nach seinen Worten viel Engagement.
Vielfalt sei eine Kennzeichen der intakten mittelfränkischen Kulturlandschaft, meinte er weiter. Der Bezirk fördere viele denkmalpflegerische Maßnahmen mit einem Zuschuss, denn sie seien ein Beitrag zur kulturellen Lebensqualität und zum Erhalt des einmaligen Erscheinungsbildes der Region.
Die neue Bezirksheimatpflegerin Dr. Annett Haberlah-Pohl erklärte, die Sanierung von denkmalgeschützten Objekten bringe oft positive wie negative Überraschungen mit sich. Von Denkmälern erfahre man viel über die jeweilige Ortsgeschichte.
Die einzelnen Projekte stellte anschließend die stellvertretende Bezirksheimatpflegerin Julia Krieger vor, bevor Bezirkstagspräsident Forster die Urkunden, Bücher und Plaketten überreichte. Als vorbildliche Maßnahmen wurden in Dinkelsbühl eine Scheune am östlichen Altstadtrand in der Nördlinger Straße und in Feuchtwangen ein Ensemble an der Stadtmauer in der Straße Vorderer Spitzenberg genannt. Dazu kommen ein Bildstock aus dem 15. Jahrhundert im Wald bei Neusitz und ein ehemaliges Taglöhnerhaus in der Heugasse in Rothenburg. Die Stadt Ansbach war mit einem Pavillon aus dem 19. Jahrhundert vertreten, der nach der Neugestaltung der Promenade saniert und wieder aufgestellt wurde.
Für den musikalischen Rahmen sorgte das Sunday Morning Orchestra aus Fürth. Beim anschließenden Empfang konnten sich die Ausgezeichneten untereinander und mit den zahlreichen Ehrengästen aus Politik und Gesellschaft austauschen, die zur Denkmalprämierung gekommen waren.
Die FLZ wird die ausgezeichneten Objekte in den nächsten Wochen jeweils einzeln ausführlich vorstellen.