Die Lebenshilfe Ansbach hat bereits vor einigen Jahren das ehemalige Forstamtsgebäude in der Luitpoldstraße in Dinkelsbühl erworben und plant nun eine umfassende Sanierung des Bestands sowie einen ergänzenden Neubau. Über das Vorhaben wurde im Bauausschuss des Stadtrats informiert.
Der zuständige Architekt Frank Fürhäußer stellte das Projekt vor. Zudem waren Michael Breuker, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Ansbach e.V., und Baubeauftragter Rüdiger Heumann in der Sitzung anwesend.
Konkret sieht die Planung vor, das denkmalgeschützte Gebäude behutsam zu modernisieren und im nordöstlichen Bereich des Grundstücks einen dreigeschossigen Anbau zu errichten. Dieser soll eine Höhe von 10,50 Metern erreichen und mit einem Flachdach ausgeführt werden.
Da es sich beim Bestandsgebäude um ein Baudenkmal handelt, wurde frühzeitig das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in die Planungen eingebunden. Bei einem gemeinsamen Ortstermin wurde das Vorhaben abgestimmt, teilte der Architekt mit. Vonseiten der Fachbehörde bestehe Zustimmung, insbesondere aufgrund der sorgfältigen und denkmalverträglichen Planung.
Auch die baurechtlichen Voraussetzungen werden erfüllt: Die notwendigen Abstandsflächen werden eingehalten, zudem können ausreichend Stellplätze auf dem Grundstück nachgewiesen werden.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Verbindung von Alt- und Neubau. Zwischen dem historischen Gebäude und dem Anbau ist ein barrierefreier Verbindungsbau vorgesehen. Um den charakteristischen Giebel des Bestands zu erhalten, wird dieser Verbindungsteil jedoch lediglich das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss umfassen – das zweite Obergeschoss bleibt ausgespart.
Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten dem Vorhaben einstimmig zu. Aktuell ist im benachbarten, ehemaligen Postgebäude die interdisziplinäre Frühförderstelle der Lebenshilfe Ansbach untergebracht. Diese soll dann künftig in die neuen Räumlichkeiten umziehen. „Zum einen läuft der Mietvertrag im nächsten Jahr aus und wird auch nicht verlängert. Zum anderen ist unser Platzbedarf enorm gestiegen. Die Kinderzahlen steigen exorbitant, die Wartelisten werden immer länger. Deshalb brauchen wir mehr Platz, den wir dann im Forstamt haben werden”, erklärt Vorstandsvorsitzender Michael Breuker auf Nachfrage der FLZ.
Breuker rechnet im Idealfall mit einem Baubeginn Anfang nächsten Jahres. Aktuell laufe die Generierung des Bauantrags. Über die Investitionssumme konnte Breuker noch keine Angaben machen, da zunächst alle Planungen stehen und Fördermöglichkeiten ausgelotet werden müssten.