Facelift für Roßbrunnengasse in Dinkelsbühl: 120.000 Euro für Sanierung eingeplant | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.01.2026 17:00

Facelift für Roßbrunnengasse in Dinkelsbühl: 120.000 Euro für Sanierung eingeplant

Der Straßenbelag des sanierungsbedürftigen Teils der Roßbrunnengasse in der Dinkelsbühler Altstadt gleicht derzeit einem Flickenteppich. (Foto: Martina Haas)
Der Straßenbelag des sanierungsbedürftigen Teils der Roßbrunnengasse in der Dinkelsbühler Altstadt gleicht derzeit einem Flickenteppich. (Foto: Martina Haas)
Der Straßenbelag des sanierungsbedürftigen Teils der Roßbrunnengasse in der Dinkelsbühler Altstadt gleicht derzeit einem Flickenteppich. (Foto: Martina Haas)

Die Roßbrunnengasse in der Dinkelsbühler Altstadt soll schöner werden. Der Bauausschuss stimmte einer Sanierung zu, durch die die kleine Nebenstraße auch mehr Aufenthaltsqualität für die Menschen bekommen soll, die dort wohnen.

Bereits im Frühjahr will die Stadt mit der Verschönerungsmaßnahme beginnen. Rund 120.000 Euro sind für die Arbeiten eingeplant, hieß es im Bauausschuss, der dem Projekt einstimmig grünes Licht gab.

Die Roßbrunnengasse, eine Seitengasse in der Dinkelsbühler Altstadt, ist in einem Teilstück schadhaft, erläuterte Bauamtsmitarbeiter Daniel Voigt-Melzer. Der Stadtboden in diesem Bereich entspreche nicht dem Erscheinungsbild der Dinkelsbühler Altstadt. Deshalb solle das Teilstück wie schon die restliche Gasse in Richtung der Russelberggasse mit einem gebrauchten Granitkleinstein neugestaltet und gepflastert werden.

Ein Mix aus Asphalt und Schotter

Das sanierungsbedürftige Teilstück der Roßbrunnengasse endet als Sackgasse an der Gartenmauer bei Hausnummer 14. Ein Mix aus Asphalt, Schotter und schlecht begehbarem Kalksteinpflaster soll entfernt werden. Die Straßenentwässerung sei ebenfalls sanierungsbedürftig. „Insgesamt wirkt das historische Stadtbild in diesem Bereich stark beeinträchtigt”, wurde dem Gremium verdeutlicht.

Zur Konzeption der Sanierungsmaßnahmen und den geplanten Gestaltungskriterien hieß es, dass die Roßbrunnengasse sich im Ausbaubereich der Altstadt befinde und somit unter Denkmal- und Ensembleschutz stehe. Aus diesem Grund müssten sich die Materialien und Ausbauelemente in die bauliche Umgebung einfügen.

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Charakteristisch seien die kleinen Vorgärten vor den Anwesen mit den Hausnummern 10 und 12, die mit einem Holzzaun von der Straße abgegrenzt würden. Ein weiteres prägendes Element sei der Roßbrunnen, der der Gasse ihren Namen gegeben habe. Dieser sei mit einem Sockel aus Sandstein und einer Brunnenabdeckung mit Eichenbohlen ausgebildet.

Wendemöglichkeit für Autos

Ausgehend von diesen Elementen soll die Entwässerung der Fläche über eine dreizeilige Mittelrinne, eine Fahrgasse und Parkfläche mit gebrauchtem Granit-Kleinstein gestaltet werden. Am Ende der Sackgasse auf Höhe der Hausnummer 12 solle eine Wendemöglichkeit für Autos als Platz geschaffen werden. Als Belag sei ein Pflaster als unregelmäßiger Verband mit gebrauchten Granit-Kleinstein vorgesehen, erläuterte Voigt-Melzer.

Um der Fläche Struktur zu verschaffen, sei eine Bänderung entlang der Gebäude und der Vorgärten mit altem historischen Sandsteinpflaster vorgesehen. Der Roßbrunnen solle in die Bänderung aus Sandsteinpflaster integriert werden, außerdem sei eine neue Abdeckung mit Eichenbohlen geplant, ebenso wie die Erneuerung der Fugen der Sandsteinummauerung des Objekts.

Öffentliches Grün im Fokus

Im Fokus der Sanierung steht auch öffentliches Grün: Die Vorgärten, die sich auf städtischem Grund befinden, sollen rekultiviert werden. Außerdem soll, wenn möglich, im Vorgarten der Hausnummer 10 ein kleinkroniger Solitärbaum gepflanzt werden. Im oberen Bereich der Gasse ist zudem vorgesehen, einen unbefestigten Randstreifen als Grünfläche mit Stauden anzulegen.

Die Verwaltung plant, für die Maßnahme einen Antrag auf Städtebauförderung zu stellen. Ein Vorentwurf sei bereits der Regierung von Mittelfranken zur Stellungnahme vorgelegt worden. Diese Behörde habe die Förderfähigkeit signalisiert, wurde der Ausschuss informiert.

Die Mitglieder des Gremiums begrüßten den Vorentwurf, besonders auch den Plan, in diesem Bereich mit Gehbändern Barrierefreiheit herzustellen. Angesprochen wurde auch, die Vorgärten in Privateigentum zu überführen. Entsprechende Gespräche sollen geführt werden. Die ausgearbeitete Planung soll dem Bauausschuss noch einmal vorgestellt werden.

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