Es ist eine liebgewonnene Tradition und eine nette Abwechslung im Feiertagstrubel: das Weihnachts-Fackelschwimmen in der Wörnitz der Wasserwacht-Ortsgruppe Dinkelsbühl.
65 Wagemutige stiegen am Donnerstagabend um 19 Uhr am Wörnitzstrandbad ins kalte Wasser. Rund 40 Minuten benötigten sie für die etwa einen Kilometer lange Strecke bis zur Stadtmühle.
„Unsere sieben Millimeter dicken Neoprenanzüge halten auch in dem vier Grad kühlen Wasser noch warm“, erklärte Felix Steinacker, der Technische Leiter der Ortsgruppe. Neben Mitgliedern der Dinkelsbühler Ortsgruppe nahmen auch Schwimmerinnen und Schwimmer aus Feuchtwangen, Ansbach, Leutershausen, Rothenburg und Bechhofen teil. Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Dinkelsbühl half bei der Organisation mit.
Es war so kalt, dass sich an einigen Stellen sogar dünne Eisschollen auf dem Wasser gebildet haben. Diese lassen sich aber im Neoprenanzug noch problemlos durchbrechen, versicherte Steinacker. Erst bei dickerem Eis werde es problematisch.
Am Donnerstagabend herrschten optimale äußere Bedingungen: Es war trocken, die Lufttemperatur lag bei knapp über null Grad Celsius und die Strömung in der Wörnitz war gering. Besser könne man sich das für diese Veranstaltung nicht wünschen, freute sich Organisator Lukas Friedrich von der Dinkelsbühler Wasserwacht-Ortsgruppe. Im Zielbereich nahe der Stadtmühle boten Mitglieder des Round Table Dinkelsbühl erstmals Getränke für die Zuschauenden und Teilnehmenden an.
Wie Felix Steinacker erklärte, steckt durchaus ein tieferer Sinn hinter dem Weihnachts-Fackelschwimmen, das es seit 1993 regelmäßig gibt. Die Veranstaltung sei Testlauf und Training für Kaltwasser-Einsätze mit Neoprenausrüstung im Winter. Zudem nutzen viele Teilnehmende das Schwimmen als Vorbereitung auf das Donauschwimmen in Neuburg an der Donau, das Ende Januar stattfindet.
Darüber hinaus dient die Veranstaltung dem Zusammenhalt und Austausch zwischen Wasserwachtlern aus dem gesamten Landkreis Ansbach und nicht zuletzt dem gemeinsamen Spaß. Diesen hatten auch die zahlreichen Zuschauenden, die das Spektakel vom Ufer oder den Brücken aus begleiteten. Neben der teils beleuchteten Stadtmauer boten die Schwimmerinnen und Schwimmer mit ihren Fackeln im Wasser einen stimmungsvollen Anblick.