Zehn Wochen lang hatten die 30 Mitwirkenden des Elbersrother Krippenspiels geprobt. In vielen Arbeitsstunden wurde aus dem Dorfplatz eine attraktive Spielstätte. Und es hat sich gelohnt, zog der Vorsitzende des Vereins „Elbersroth Rundum“, Hermann Abel, bei der Eröffnung ein positives Resümee.
Bürgermeisterin Dorina Jechnerer zollte allen Mitwirkenden und Regisseur Hermann Abel großen Respekt. Etwa 350 bis 400 Besucherinnen und Besucher waren gekommen, um die Weihnachtsgeschichte, die seit über 2000 Jahren die ganze Welt bewegt, bei dieser Vorstellung erleben zu können.
Menschen auf der Flucht. Familien, die kein Zuhause haben. Mächtige, die ihre Macht missbrauchen. Eine Welt, in der viele den Glauben an das Gute zu verlieren drohen. Und mittendrin eine junge Frau, ein einfacher Mann, ein Kind – unscheinbar, arm, und doch voller Hoffnung, hieß es im einführenden Prolog von Erzähler Franz Abel.
Die Weihnachtsbotschaft, so wurde betont, ist eine kraftvolle Antwort auf die heutige Zeit. Viele Dinge waren damals wie heute. Und in diese Welt hinein begann auch die Geschichte des Elbersrother Krippenspiels. Nach dem Aufruf des religiösen Zeloten (Oliver Abel), der vor einem moralischen Verfall warnte, erfolgte die Verkündigung durch die Engel.
Humorvoll und voller Energie meisterten die drei Weisen, die den Stern verfolgten, der sie zur Krippe führte, ihren Part. Ebenso die Hirten, die auf den Feldern als erste von der Geburt des Kindes hörten, sowie die Darstellenden, die als Sprecherin, als strenge Soldaten, als Base Elisabeth, als neugierige Frauen, als Ausrufer, als Schriftgelehrter oder als arroganter und machtbewusster Herodes (Thomas Voigt) überzeugend agierten.
In den Hauptrollen glänzten Doris Schlosser, die als liebevolle Maria begeisterte, sowie Rainer Nepovedomy, der sich als Josef verantwortungsbewusst um seine schwangere Frau kümmerte. Mit dabei in ihren Laufställen waren die Schafe und der Esel, die sich im Spiel jedoch nur selten bemerkbar machten. Als Souffleuse fungierte Heike Abel. Ins rechte Licht gerückt wurden die einzelnen Szenen von Lian Abel, während Benjamin Seidel für die richtige Beschallung sorgte.
Musikalische Beiträge leisteten die Band „The Minis“ und der örtliche Gesangverein unter Leitung von Lisa Jaszkowski. Die eingegangenen Spenden und der Erlös aus dem Getränke- und Essensverkauf werden laut Hermann Abel der Pfarrei für die Sanierung des Friedhofsgebäudes, für die örtliche Kindertagesstätte und für die Aktion „Ronja“ zur Verfügung gestellt. Die 17 Jahre alte Fußballerin hatte auf dem Weg zum Training bei einem Unfall ein Bein verloren, hieß es diesbezüglich.