Neue Baumethode in Ansbach: Kanal in der Braterstraße im Blitzverfahren saniert | FLZ.de

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Veröffentlicht am 02.11.2025 09:43

Neue Baumethode in Ansbach: Kanal in der Braterstraße im Blitzverfahren saniert

Die Kanalarbeiten in der Braterstraße gehen zügig voran. Die Löcher in der Straßendecke sind nur nötig, um die Hausanschlüsse an den Kanal wieder herzustellen. (Foto: Robert Maurer)
Die Kanalarbeiten in der Braterstraße gehen zügig voran. Die Löcher in der Straßendecke sind nur nötig, um die Hausanschlüsse an den Kanal wieder herzustellen. (Foto: Robert Maurer)
Die Kanalarbeiten in der Braterstraße gehen zügig voran. Die Löcher in der Straßendecke sind nur nötig, um die Hausanschlüsse an den Kanal wieder herzustellen. (Foto: Robert Maurer)

In der Braterstraße wird derzeit auf einer Länge von rund 180 Metern der alte Abwasserkanal aus Beton erneuert. Zum Einsatz kommt dabei ein modernes Verfahren, sodass nicht auf der gesamten Länge aufgegraben werden muss.

Die Abwasserentsorgung Ansbach (awean) setzt auf das statische Berstlining-Verfahren, kurz Berstverfahren. In der Planung zeigte sich, dass dieses unter den herrschenden Rahmenbedingungen in der Straße direkt neben den Bahngleisen besonders effizient und schonend für die Bauwerke eingesetzt werden kann, heißt es in einer Pressemitteilung der awean.

Die Straße kann an vielen Stellen heil bleiben

Beim Berstverfahren wird von Kanalschacht zu Kanalschacht gearbeitet. Nicht einmal Start- und Endgruben sind erforderlich. Der alte, schadhafte Kanal wird aufgebrochen, gleichzeitig werden neue Kunststoffrohrelemente eingesetzt. Diese sind jeweils 46 Zentimeter lang. Über ein Stahlseil zieht eine am Zielschacht aufgestellte hydraulische Maschine die Bersteinrichtung durch den alten Kanal. So arbeiten sich die Handwerker Stück für Stück voran.

„Wir können so den alten Kanal ersetzen, ohne dass die Straße auf ganzer Kanallänge geöffnet werden muss”, erklärt Christopher Croner von der awean. Die Methode eignet sich vor allem dort, wo die Bodenverhältnisse stabil sind und keine anderen Leitungen unmittelbar neben der Trasse verlaufen.

Mit dem Berstverfahren geht es deutlich schneller

Im Vergleich zur offenen Bauweise spart die Sanierung mit dem Berstverfahren rund die Hälfte der Arbeitszeit, und die erforderlichen Erdbewegungen werden deutlich reduziert. Die Arbeiter vor Ort meldeten am Mittwoch bereits den Abschluss der Kanalsanierung. Allerdings müssen noch die Hausanschlüsse wieder hergestellt werden. Und auch der Zulauf des Oberflächenwassers an den Kanal muss neu gemacht werden. Hierfür musste die Straße natürlich punktuell geöffnet werden. Für die Zeit der Baumaßnahme wurde das Abwasser mittels Pumpen abgeleitet.

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Allein wegen der angrenzenden Bahnstrecke und der dortigen Stützmauer drängte sich das Verfahren auf. „Ein offener Kanalbau wäre hier nicht möglich gewesen, weil parallel zur Bahnlinie verlaufende Baugruben nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand und dadurch unwirtschaftlich gesichert werden könnten”, so Christopher Croner. Der bisherige Kanal ist mehrere Jahrzehnte alt und bedurfte einer Sanierung.

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