Weil zwei Pumpen ihren Dienst quittierten, sind zwei Keller in Esbach vollgelaufen. Damit dies nicht mehr passiert, wird nun die Elektrotechnik ausgetauscht und eine Notentlastung eingebaut. Das hat der Gemeinderat Weidenbach beschlossen.
Im Sommer sind gleich mehrere unglückliche Umstände zusammengekommen. Beide Abwasserpumpen in Esbach sind ausgefallen. Eine Benachrichtigung an den Klärwärter ging nicht raus, weil eine komplette Platine ausfiel, schilderte Bürgermeister Willi Albrecht. Das Abwasser wird über mehrere Ortsteile zur Kläranlage nach Weidenbach transportiert. Weil die Pumpen, die in der Kette vor Esbach sind, weiter gepumpt haben, kam es zum Problem: Zwei Keller, einer in einem unbewohnten Haus, sind laut Albrecht vollgelaufen.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung erläuterte eine Expertin, wie Abhilfe geschaffen werden soll. Daniela Wolf vom Ingenieurbüro Heller aus Herrieden erklärte, dass die Schaltanlage untersucht wurde. Sie empfahl nun, die komplette Elektrotechnik zu erneuern. Dies sollte relativ schnell geschehen, da sich bereits gezeigt habe, dass das ein „kritischer Punkt” ist, so Wolf.
Die Firma Hofmockel aus Rohr, die auch die Elektrotechnik der Kläranlage erneuert, hat dafür ein Angebot über rund 45.000 Euro vorgelegt. Die Verwaltung empfahl den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten auf eine Ausschreibung zu verzichten – bis 250.000 Euro ist das möglich – damit es schneller geht. Gegen eine Stimme beauftragte das Gremium die Firma Hofmockel mit der Erneuerung der Schaltanlage.
Damit aber selbst im Falle eines weiteren Elektronikausfalls nichts mehr passieren kann, wäre eine zusätzliche Notentlastung möglich. Dafür, so erklärte Wolf dem Gremium, würde vom Abwasser-Pumpwerk eine Verbindung zum Regenwasserkanal gebohrt werden. Nur im Notfall könnte dann das Wasser in ein Regenüberlaufbecken fließen. In die andere Richtung wäre kein Durchfluss möglich, machte die Expertin deutlich.
Ob es dann auch wirklich nicht mehr passieren kann, dass Wasser in den Kellern lande, vergewisserte sich Rainer Tiefel (Bürgerliste). Es sei dann zumindest „sehr, sehr unwahrscheinlich”, antwortete Wolf. Kosten soll diese Notentlastung etwa 13.000 Euro. Der Gemeinderat stimmte gesammelt für die Umsetzung dieser zusätzlichen Maßnahme.
Außerdem muss für das Gemeindegebiet noch die Tekturplanung für die Einleitung des Niederschlagswassers erstellt werden. Wolf erklärte den Gemeinderatsmitgliedern die Maßnahmen und die einzelnen Kosten noch einmal. Dazu gehören zum Beispiel zwei Weiher in Esbach, die zu Regenüberlaufbecken umgebaut werden. Das Gremium beauftragte das Ingenieurbüro Heller mit der Planung. Das Honorarangebot dafür beläuft sich auf rund 10.000 Euro.