Es sei ein Meilenstein, mit dem ein Traum in Erfüllung gehen würde. Das betonte Bürgermeister Jürgen Heckel am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin in der Dorfmitte von Külsheim. Hier wird in den kommenden Monaten die Durchfahrt neu gestaltet. Die Kosten dafür betragen rund 2,4 Millionen Euro.
Die Maßnahme soll in drei Abschnitten umgesetzt werden. Den ersten, er umfasst rund 170 Meter, will man bis April nächsten Jahres abgeschlossen haben. Dieser Abschnitt reicht vom Ortseingang bis zur Schloßstraße. Das erklärte Dirk Hübner, der für die Planung und die Bauüberwachung verantwortlich ist. Die zweite Etappe reicht dann bis zur Kirchgasse. Das soll bis August geschafft sein. Bis Ende 2026 schließlich soll das andere Ortsende erreicht werden. Dann sind rund 550 Meter Straße saniert.
Für die Ortsverbindungsstraße indes müsse man sich Hübner zufolge „noch etwas ausdenken”. Denn deren Asphalt sei schadstoffbelastet. Deswegen würden allein für die Entsorgung des Materials wohl bereits 300.000 Euro fällig.
Dass die Ortsdurchfahrt „richtig schön” werden und strahlen würde, betonte Bürgermeister Heckel und skizzierte noch einmal, was geplant sei. So solle eine „kurvige Straße” mit Verengungen und viel Grün entstehen, die zum langsamen Fahren einladen würde. Zudem werde eine hohe Aufenthaltsqualität geboten und ein modernes Beleuchtungskonzept installiert. „Das Flair wird sich komplett ändern”, sagte Heckel, der auch auf die Kosten der Maßnahme hinwies.
Demnach werden für die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt rund 2,4 Millionen Euro fällig. Davon werden 45 Prozent gefördert. Bislang seien für die Erneuerung des Kanals und der Wasserleitungen 4,9 Millionen Euro investiert worden. Das zeige Heckel zufolge eines ganz deutlich: „Die Dörfer sind wichtig.” Doch die Gelder werden knapper. Deswegen habe man auch nicht die gewünschte Fahrradstraße durch Külsheim umsetzen können. Die nämlich wäre nicht gefördert worden.
Während die Verantwortlichen in Külsheim zur Schere griffen, symbolisch ein Band durchschnitten und damit den Start der bereits laufenden Maßnahme offiziell freigaben, hatte der Landtagsabgeordnete Werner Stieglitz eine Pressemitteilung verschicken lassen. Darin wird darauf hingewiesen, dass „für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Külsheim der Stadt Bad Windsheim eine Festbetragsförderung in Höhe von 720.000 Euro in Aussicht gestellt” werde. Das sei Stieglitz auf Nachfrage beim Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr mitgeteilt worden.
Dass die Külsheimer seit August 2024 unter den Baumaßnahmen mit Dreck und Staub leiden, erwähnte der Bürgermeister explizit und dankte für die Geduld. Außerdem erinnerte er daran, dass manch' einer im Zuge der Kanalsanierung stark zur Kasse gebeten worden sei. Weil das einige sehr hart getroffen hätte, habe man gemeinsam nach Lösungen gesucht und „niemanden hängen gelassen”. Die Investition sei indes unumgänglich gewesen und man habe durch sie eine Perspektive für die nächsten Jahrzehnte geschaffen. Denn nun sei erst einmal alles wieder hergerichtet.
Die Schloß- und die Mühlstraße sprach Heckel ebenfalls an. So sei von Anfang an klar gewesen, dass die Schloßstraße erst einmal ein Provisorium bleiben müsse. Sie werde erst Ende 2027 gemacht. Und der Mühlweg soll im kommenden Jahr gepflastert werden. Heckel garantierte: „Dieser Weg wird auch sehr schön werden.”
Dass die Külsheimer mit der geplanten Neugestaltung der Ortsdurchfahrt „absolut zufrieden” seien, betonte Stadträtin und Ortsteilbeauftragte Silke Städtler. Sie dankte Bürgermeister Heckel für sein Engagement in dieser Sache und erinnerte an die vielen „Stunden, Tage, Wochen”, in denen Külsheimer Bürgerinnen und Bürger in Arbeitskreisen verbracht und an der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt mitgewirkt hätten.
Städtler hofft, dass die Maßnahme nun auch auf jeden Fall bis zum Beginn der Landesgartenschau im Jahr 2027 abgeschlossen sein wird. Und sie erinnerte an das „Krönchen”, auf das alle sehnsüchtig warten würden: auf ein eigenes Dorfgemeinschaftshaus. „Das ist beim Vorbereitungs-Team Priorität Nummer eins gewesen.”
Bürgermeister Heckel bekundete noch einmal, dass es auf jeden Fall gelingen müsse, den Bau eines Gemeindehauses umzusetzen. „Wir werden das schaffen, mit euch zusammen.” Das Dorf habe einen solchen Treffpunkt verdient. Das sah Städtler genauso und verwies auf die „super Dorfgemeinschaft”, die es in Külsheim geben würde. Die 55-Jährige hofft nun, ihren 60. Geburtstag im Gemeinschaftshaus feiern zu können.