Das Fitnessstudio Inform an der Mutschach will in seinen Standort Dinkelsbühl investieren. Geplant sind eine digitale Trainingsfläche, eine Sauna und ein Schwimmbecken. Das Vorhaben wurde nun unter anderem in der Bauausschusssitzung vorgestellt.
Bereits im Herbst 2019 hatte das Gremium grundsätzlich grünes Licht für eine mögliche Erweiterung gegeben. Nun liegen konkrete Planungen vor: Im nördlichen Bereich soll ein Anbau entstehen, in dem eine digitale Trainingsfläche eingerichtet wird. Ergänzend dazu sind im westlichen Teil des Areals eine Sauna sowie ein Schwimmbecken vorgesehen.
Für die Umsetzung der Maßnahmen ist allerdings auch ein Eingriff in die Grundstücksverhältnisse notwendig. Aufgrund eines teilweisen Grenzüberbaus soll eine rund 300 Quadratmeter große Fläche, die der Stadt gehört, erworben und neu vermessen werden. 15 Stellplätze auf dem westlichen, öffentlichen Parkplatz gehen dafür verloren. Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer relativierte jedoch die Auswirkungen: Der Parkplatz werde ohnehin zu rund 90 Prozent von den Gästen des Fitnessstudios genutzt und sei selten ausgelastet.
Im Bauausschuss stieß das Projekt auf breite Zustimmung. Das Gremium votierte einstimmig für die geplante Erweiterung und ebnete damit den Weg für die Modernisierung des Fitnessstudios.
Ein vergleichsweise kleines Bauvorhaben hat im Bauausschuss eine lebhafte Debatte ausgelöst: Am Oberen Mauerweg soll ein bestehendes Gartenhaus erweitert und zu einem Wochenendhaus ausgebaut werden. Geplant sind unter anderem ein Badezimmer sowie eine Schlafmöglichkeit.
Das Bestandsgebäude befindet sich auf der Zwingermauerfläche und ist aufgrund dichten Bewuchses meist nicht einsehbar, heißt es. Bereits jetzt wird es als Aufenthaltsort genutzt. Dennoch ist die bauliche Nutzung von Flächen auf der historischen Wehranlage grundsätzlich nicht vorgesehen – weshalb der Antrag im Gremium ausführlich beraten wurde.
Mehrere Ausschussmitglieder äußerten die Sorge, dass eine Genehmigung Signalwirkung haben könnte. Stadtrat Paul Beitzer (SPD) warnte davor, einen Präzedenzfall zu schaffen: „Es gibt viele, die dann folgen könnten.”
Dem widersprach Stadtrat Klaus Huber (CSU), der auf den geringen Umfang der Maßnahme verwies. Die geplante Erweiterung umfasse lediglich rund zehn Quadratmeter und könne daher als Ausnahme genehmigt werden. „Das ist eine Einzelfallentscheidung und kein Zukunftsmodell für alle”, stellte er klar.
Auch aus denkmalpflegerischer Sicht gab es keine Einwände. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stimmte dem Vorhaben zu, da sich der Anbau formgleich an das bestehende Gebäude anschließt und sich in das Gesamtbild einfügt. Die entsprechende Stellungnahme wurde im Bauausschuss vorgestellt.
Schließlich fasste das Gremium einen einstimmigen Beschluss: Der Erweiterung wird zugestimmt – jedoch ausdrücklich als Ausnahmefall. In der Begründung wurde festgehalten, dass aus der Entscheidung kein Anspruch für weitere Bauvorhaben im Zwingerbereich abgeleitet werden darf.
Eine Reitanlage mit Wohnhaus am Randgebiet von Sittlingen beschäftigte erneut den Bauausschuss.
Bereits im Dezember 2023 hatte das Gremium eine entsprechende Bauvoranfrage einstimmig befürwortet. Auf dieser Grundlage wurde im April 2024 die Baugenehmigung erteilt, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Im Sommer 2024 folgte jedoch eine sogenannte Tektur, mit der Änderungen an den genehmigten Plänen vorgenommen werden sollten. Konkret war vorgesehen, den Standort von Reithalle und Wohnhaus zu tauschen. Diese Anpassung bezog sich zunächst allerdings nur auf die Reitanlage. Diese ist mittlerweile gebaut. Für das Wohnhaus, das damit nicht mehr am ursprünglich genehmigten Standort gebaut werden kann, wurde erst jetzt ein entsprechender Tekturantrag bei der Stadt eingereicht.
Der Bauherr war in der Sitzung persönlich anwesend, um Rede und Antwort zu stehen. Nach intensiver Diskussion im Bauausschuss wurde der Antrag schließlich mit 4:3 Stimmen abgelehnt. Als Begründung führte unter anderem Holger Göttler (Freie Wähler) an, dass landwirtschaftliche Gebäude im Außenbereich zulässig seien, ein Wohnhaus dort jedoch nicht ins Umfeld passe und wie ein Fremdkörper wirke.
Zudem brachten mehrere Ausschussmitglieder einen alternativen Vorschlag ins Spiel: Der Standort des geplanten Einfamilienhauses könnte mit dem einer Maschinenhalle getauscht werden, die der Bauherr weiter nördlich in einem Wohngebiet errichten möchte. Auf diesen Kompromiss ließ sich der Bauherr jedoch nicht ein – was letztlich zur Ablehnung des Tekturantrags führte. Der Antrag zum Neubau der Maschinenhalle wurde daraufhin nicht mehr behandelt.