Die Umsetzung dauerte zwar ein bisschen länger als gedacht. Aber jetzt ist der Mehrgenerationenpark im Schillingsfürster Marienhof fertig – und erlebte eine entspannte Eröffnungsfeier: Als Politiker noch die bürgerschaftliche Bedeutung der Anlage würdigten, testeten Kinder die Geräte schon längst auf Herz und Nieren.
So locker und ungezwungen möge es auch künftig dort zugehen, betonte Rathauschef Michael Trzybinski. Immerhin knapp 1900 Quadratmeter habe die Stadt in ihrem Baugebiet für diese besondere Begegnungsstätte zur Verfügung gestellt, meinte er und erwähnte, dass auf dieser Fläche auch drei zusätzliche Einfamilienhäuser Platz gefunden hätten. Es sei aber stattdessen eine zukunftsweisende Gemeinschaftsnutzung für dieses Areal angestrebt worden, die den Wohn- und Lebenswert der Siedlung steigere. Und das freue ihn sehr, so der Bürgermeister.
Ausgestattet wurde der Park unter anderem mit einer sechseinhalb Meter hohen Kletterpyramide, deren Spitze bei der Eröffnungsfeier ein kleines Bäumchen zierte, und einer Kombischaukel, die ausdrücklich auch Eltern mitnutzen können. Hinzu kommen eine Abenteuer-Spielanlage, eine Wellenrutsche und eine Hochwippensystem. Gefrönt werden kann im Park überdies dem Tischtennissport und – auf einer eigens dafür angelegten Bahn – der gepflegten Freizeitbeschäftigung Boule.
Wer gezieltes Ganzkörpertraining betreiben will, findet eine Calisthenics-Anlage vor. Und auch an Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, wurde bei der Möblierung gedacht, und zwar in Form einer Integrationswippe.
Was die die Realisierung des Geländes einschließlich der Gerätschaften genau gekostet hat, ist noch offen. Der Investitionsplan sah einen Gesamtbetrag von rund 250.000 Euro vor. Die Schlusssumme werde schon ein bisschen darüber liegen, erklärte Rathauschef Michael Trzybinski. Insgesamt fahre die Stadt aber finanziell sehr gut mit dem Projekt, denn schließlich sei dieses über die Lokale Aktionsgemeinschaft (LAG) Region an der Romantischen Straße mit knapp 125.000 Euro gefördert worden. Der kommunale Eigenanteil sei also entsprechend überschaubar, wenn man bedenke, dass für Spielplätze zumindest von staatlicher Seite normalerweise keine Zuschüsse gewährt würden.
Stellvertretender Landrat Stefan Horndasch sprach bei der Eröffnungsfeier von einem wegweisenden Gemeinschaftsprojekt und prophezeite der Anlage eine Zukunft als „Ort des Lachens und des Miteinanders“. Kinder könnten sich dort austoben und Erwachsene das Boulespielen mit dem Plaudern verbinden. Körperliche Ertüchtigung sei ebenfalls möglich. Mehr gehe nicht.
Der Ohrenbacher Bürgermeister Johannes Hellenschmidt würdigte das Projekt in seiner Funktion als stellvertretender LAG-Vorsitzender. Das sei alles „wunderbar hier“. Er vermisse eigentlich nur eine fest installierte Grillstation, meinte er augenzwinkernd.
Auch Planer Stefan Haider kam zu Wort. Die Aufgabenstellung sei „spannend und reizvoll“ gewesen, erklärte er. Bei der Umsetzung habe man auch auf eine sinnvolle Verteilung der Funktionsbereiche und eine harmonische Geländegestaltung geachtet, so Haider. Die katholische Pfarrgemeinderatsvorsitzende Maja Löschel sprach ein Dankgebet, bevor Rathauschef Trzybinski die Anlage für eröffnet erklärte – mit dem Wunsch, dass dieser Platz „mit Leben und Ideen“ gefüllt werden möge.