Kommt der Forstunternehmer des Jahres aus dem Landkreis Ansbach? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 04.06.2026 11:30

Kommt der Forstunternehmer des Jahres aus dem Landkreis Ansbach?

Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit<br> (Foto: Peter Tippl)
Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit
(Foto: Peter Tippl)
Firmenchef Simon Launer (rechts) und sein Vater Thomas Launer (links) bei der Waldarbeit
(Foto: Peter Tippl)

Der Titel „Forstunternehmer des Jahres“ in Deutschland könnte in den Landkreis Ansbach kommen. Die Firma Forsttechnik Launer aus dem Wilburgstettener Ortsteil Villersbronn hat es ins Finale um den „Deutschen Waldpreis“ geschafft und könnte Deutschlands bester Forstunternehmer werden.

Am 9. Juli wird die Entscheidung der Jury in Berlin bekannt gegeben. In drei Kategorien, Försterin oder Förster des Jahres, Waldbesitzerin oder Waldbesitzer des Jahres und Forstunternehmerin oder Forstunternehmer des Jahres, wird der oder die Beste von der Plattform Forst- und Waldwirtschaft des Deutschen Landwirtschaftsverlags (DLV) einmal jährlich ermittelt.

Jeweils drei Betriebe oder Persönlichkeiten haben sich in diesen Kategorien für die Endausscheidung qualifiziert und unter den drei Finalisten für Forstwirtschaft ist der 28-jährige Simon Launer aus Villersbronn. Dessen Betrieb hat seine Mutter Marina Launer im Nebenerwerb vor 20 Jahren gegründet und mit ihrem Ehemann Thomas Launer sukzessive aufgebaut.

Vor sechs Jahren stieg Simon Launer in den Familienbetrieb ein

Ganz klassisch mit motormanueller Holzernte und Rückung der Holzstämme mittels Traktor. Im Kern blieb diese Aufgabenstellung gleich, aber vor sechs Jahren stieg Sohn Simon Launer in das Unternehmen ein und der Forstbetrieb wurde zum Haupterwerb umstrukturiert. Fünf Fachkräfte, ausgebildete Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister, arbeiten im Unternehmen mit.

Kontinuität und Stabilität sind die Prämisse für Simon Launer, nicht „höher, weiter, schneller“, sondern mit leichten, wendigen Maschinen so bodenschonend wie möglich und rücksichtnehmend auf den Bestand und Aufwuchs die anfallenden Arbeiten im Forst auszuführen. Dem geschuldet startete Simon Launer mit einem relativ kleinen und wendigen Harvester, einem Holzvollernter, aus schwedischer Produktion.

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Schmale, leichte Maschinen, damit empfindliche Flächen oder Naturaufwuchs geschont werden und gleichzeitig effizient Holz geerntet werden kann, sind Launers Ansatz. Dazu wird durch diese Arbeitsweise der Boden geschont. Hier hat Simon Launer eine klare Meinung: Wenn es zu nass ist oder die Bodenverhältnisse schlecht sind, wird nicht gearbeitet.

Mittelfänkische Meisterschaften ausgetragen

Im Betrieb werden neben der klassischen Holzernte auch Neuanpflanzungen durchgeführt, Zaun- und Wegebau, Motorsägenkurse werden angeboten. Auch öffentlichkeitswirksam ist die Firma Launer unterwegs, denn bereits vier Mal wurden Mittelfränkische Waldarbeitsmeisterschaften ausgetragen und in diesem Jahr wird am Samstag, 1. August, und Sonntag, 2. August, die Bayerische Waldarbeitsmeisterschaft auf dem Festplatz in Villersbronn ausgetragen.

Sicher wieder ein Publikumsmagnet, aber zuvor freut sich Simon Launer auf den 9. Juli. Mit Spannung wird die Entscheidung in Berlin erwartet, wer als Forstunternehmen den Deutschen Waldpreis erhält. Ein Online-Voting unter deutscher-waldpreis.de für den Frostbetrieb Launer ist ebenfalls möglich. Dieser Deutsche Waldpreis macht Menschen sichtbar, heißt es von der Jury, die sich mit besonderem Einsatz für Wald, Forstwirtschaft und nachhaltige Waldentwicklung engagiert.


Von Peter Tippl
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