Roteiche zum Schluss: Scheinfelder Bürgermeister pflanzt seinen letzten Jahresbaum | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.10.2025 19:01

Roteiche zum Schluss: Scheinfelder Bürgermeister pflanzt seinen letzten Jahresbaum

Im Vordergrund die Roteiche, die im Anschluss gepflanzt wurde. Viele Gäste wohnten der letzten Jahresbaumpflanzung in der Ägide Claus Seifert bei. (Foto: Martina Hinkelmann)
Im Vordergrund die Roteiche, die im Anschluss gepflanzt wurde. Viele Gäste wohnten der letzten Jahresbaumpflanzung in der Ägide Claus Seifert bei. (Foto: Martina Hinkelmann)
Im Vordergrund die Roteiche, die im Anschluss gepflanzt wurde. Viele Gäste wohnten der letzten Jahresbaumpflanzung in der Ägide Claus Seifert bei. (Foto: Martina Hinkelmann)

In der Jahresbaumallee in Scheinfeld wurde von der Holzfee Lene I., den Baumpaten, Bürgermeister Claus Seifert und Forstdirektor Dr. Christian Kölling eine amerikanische Roteiche gepflanzt.

Kölling hielt eine Laudatio auf die Roteiche. Ihr großes Kapital seien ihre Blätter, die sich im Herbst rot bis rot-orange färben würden. Dieses Exemplar sei aus der Baumschule und wisse das wohl noch nicht. Dies würde sich aber ändern, sobald sie sich in der Jahresbaumallee heimisch fühle.

Patenschaft mit Bedeutung

Holzfee Lene I. freute sich als ehemalige Ministrantin vor allem, dass in diesem Jahr die Ministranten als Baumpaten fungierten. Sie und ihre sechs Vorgängerinnen resümierten die Amtszeit Seiferts sowie die vergangenen Holztage und übergaben Seifert auch ein Geschenk – eine Holzfigur namens „Holzi“. Im Jahr 2013 sei zum ersten Mal eine Baumpflanzung am Vortag des Holztags erfolgt und 2016 sei mit der deutschen Baumkönigin eine Linde gepflanzt worden, um nur einige Punkte zu nennen.

Holzfee Lene I. begrüßte die Gäste beim Scheinfelder Holztag. (Foto: Mirko Fryska)
Holzfee Lene I. begrüßte die Gäste beim Scheinfelder Holztag. (Foto: Mirko Fryska)

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Wie viel ihnen die Patenschaft für diesen Baum bedeutete, erklärte Benedikt Amtmann als Sprecher der Ministranten sehr anschaulich. Der Baum sei kulturell gesehen ein Symbol für Schutz und die Eiche sei ein wunderbares Zeichen der Stärke und somit auch für den starken Glauben an Gott. Für den kirchlichen Segen sorgten der katholische Pfarradministrator Joseph Rajan Samuel Maria Michael und der evangelische Pfarrer Bernd Wagner.

Die Böllerschützen der Scheinfelder Tracht unter der Anleitung von Hans-Jochen Teufel hatten mit dem traditionellen Anschießen ihren Einsatz. Dann wurde die amerikanische Roteiche mit vielen fleißigen Helfern und mit mehreren Spaten in die Erde gepflanzt.

Gratulation zu Leistung

Neben Bürgerinnen und Bürgern waren auch viele Bürgermeisterkollegen Seiferts, Scheinfelder Stadträte und weitere Politiker erschienen. Zwei Bundestagsabgeordnete zählten ebenso zu den Gästen: Carsten Träger von der SPD und Tobias Winkler von der CSU. Beide zeigten sich beeindruckt von der Idee des Holztags. Während Träger besonders auf die Bedeutung des Marktes für die Region und auf die Eigenschaften des zu pflanzenden Baums einging, nutzte Winkler die Gelegenheit, dem scheidenden Bürgermeister zu seiner Leistung zu gratulieren.

Seifert habe in seiner Amtszeit Scheinfeld zu einem neuen Image verholfen. Das Thema Holz sei im ganzen Steigerwald wichtig. Ohne ihn gäbe es keine Holzfeen, schließlich habe er den Holztag erfunden. Seifert selbst merkte man an, wie sehr ihm die Veranstaltung am Herzen lag, er konnte sich, angesichts seines Ausscheidens aus dem Bürgermeisteramt, des ein oder anderen Tränchens nicht erwehren.


Von MARTINA HINKELMANN
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