Es gibt jetzt einen Begegnungsort mitten in Feuchtwangens Altstadt: das Café Merhaba. Das Angebot der Stabstelle Integration und Migration der Stadt findet nun bis zur Wiederaufnahme eines gastronomischen Betriebs in den Räumlichkeiten des ehemaligen Gasthofs „Lamm“ am Marktplatz 5 statt.
Im Mai 2022 hat der städtische Integrationsbeauftragte Peter Jüdt einen interkulturellen Freizeittreff ins Leben gerufen, der seit 2023 unter dem Namen Café Merhaba firmiert.
Die Erfahrung habe gezeigt, dass das Knüpfen von sozialen Kontakten in der Freizeit „total wichtig“ für die Integration sei, betont Jüdt. Daher freut er sich, dass das Café Merhaba, nachdem der Raum Feu-Mitte im Alten Rathaus aufgrund der Sanierung des Gebäudes und auch das Jugendhaus als Ausweichquartier nicht mehr zu Verfügung stehen, bis auf Weiteres ein neues Domizil hat.
An drei Tagen pro Woche ist das Café Merhaba für alle geöffnet. Die Gäste können bei Kaffee, Tee oder nicht alkoholischen Getränken miteinander ins Gespräch kommen, kickern oder Dart spielen. Auch gibt es eine Auswahl an Gesellschaftsspielen. An den weiteren Tagen können die Räume von Vereinen und anderen Gruppierungen sowie für Stammtische, Vorträge und kleinere Ausstellungen genutzt werden. Zudem hält die Volkshochschule darin Veranstaltungen ab.
Für Peter Jüdt ist der Begegnungsort „ein Experiment“. Er will herausfinden, ob in Feuchtwangen überhaupt Bedarf für so ein Angebot besteht und es dann gegebenenfalls ausbauen. Im Moment gewährleistet er den Betrieb an den drei Tagen alleine. Er teile sein Stundenkontingent entsprechend auf, erklärt der städtische Integrationsbeauftragte. Sein Ziel ist jedoch Ehrenamtliche zu finden, die im Café Merhaba verschiedene Aufgabe übernehmen. Bei ihm würden dann nur noch die Fäden zusammenlaufen.
Bei der offiziellen Eröffnung in den neuen Räumlichkeiten freuten sich zweiter Bürgermeister Walter Soldner und der Referent für Menschen mit Behinderung und Integration, WwW-Stadtrat Thomas Ackermann, über den Begegnungsort in zentraler Lage. Das „passt gut“, meinte Soldner, auch vor dem Hintergrund, dass die ehemalige „Lamm“-Gaststube – das Gebäude gehört der Stadt – dadurch nicht mehr leer stehe.
Aus Sicht von Ackermann kann das Café Merhaba durchaus dazu beitragen, die Altstadt zu beleben. Jetzt müsse der Begegnungsort nur noch angenommen werden.
Geöffnet für alle ist das Café Merhaba am Marktplatz 5 montags von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags und freitags jeweils von 17 bis 21 Uhr. Wer sich engagieren möchte oder Interesse hat, die Räume zu nutzen, kann sich an Peter Jüdt wenden unter Telefon 0151/14568051 oder per an E-Mail peter.juedt@feuchtwangen.de.