Landesgartenschau in Bad Windsheim: Nächster Geschäftsführer schmeißt hin | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.11.2024 10:22

Landesgartenschau in Bad Windsheim: Nächster Geschäftsführer schmeißt hin

Blühende Landschaften sollen in Bad Windsheim zur Landesgartenschau entstehen. Doch die Vorbereitungen verlaufen nicht reibungslos. (Foto: Nina Daebel)
Blühende Landschaften sollen in Bad Windsheim zur Landesgartenschau entstehen. Doch die Vorbereitungen verlaufen nicht reibungslos. (Foto: Nina Daebel)
Blühende Landschaften sollen in Bad Windsheim zur Landesgartenschau entstehen. Doch die Vorbereitungen verlaufen nicht reibungslos. (Foto: Nina Daebel)

Es kehrt keine Ruhe ein, bei der Landesgartenschau 2027 Bad Windsheim GmbH: Jetzt hat der nächste Geschäftsführer hingeschmissen. Robert Sitzmann verlässt das Team, seine Aufgabe übernimmt Hanspeter Faas.

Bereits Mitte Mai hatte Jennifer Münch, die von der Stadt bestellte Geschäftsführerin, ihren Posten gekündigt. Birgit Grübler, die Geschäftsführerin der Kur-, Kongress- und Touristik-GmbH, folgte ihr als LGS-Geschäftsführerin nach und leitet seit Juni die Geschäfte gemeinsam mit Sitzmann, dem von der Bayerischen Landesgartenschau GmbH (ByLGS) bestellten Geschäftsführer.

Zu den Gründen des Rücktritts ist nicht viel bekannt

In der Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend erfuhren die Mitglieder, so der Aufsichtsratsvorsitzende und Bürgermeister Jürgen Heckel, dass auch Sitzmann hingeschmissen hat. Er habe es schon eine Woche zuvor mitgeteilt bekommen, sagt Heckel auf Nachfrage unserer Redaktion und sich schon mit Faas getroffen.

Zu den Gründen ist noch nicht viel bekannt: Laut einer Pressemitteilung der ByLGS wird Sitzmann nun „andere Aufgaben innerhalb der ByLGS übernehmen“. Man sei ihm sehr dankbar für seinen engagierten Einsatz, wird der Geschäftsführer der ByLGS, Martin Richter-Liebald, in der Mitteilung zitiert.

Dieser ist auch zu entnehmen, dass Sitzmann den Posten freiwillig abgegeben habe. Man freue sich, dass er „mit seinem enormen Fachwissen der Bayerischen Landesgartenschaugesellschaft erhalten“ bleibt. Nach Informationen unserer Zeitung soll Sitzmann auch die Geschäftsführung der Landesgartenschau Furth im Wald 2025 abgegeben haben, Richter-Liebald wollte dies auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

Zusammenarbeit mit Sitzmann sei „schwierig gewesen”

Jürgen Heckel betont im Gespräch mit unserer Redaktion, dass die Zusammenarbeit mit Sitzmann anfangs schwierig gewesen sei, „auch von unserer Seite“. Sitzmann hätte nach Heckels Einschätzung „vielleicht auch öfter vor Ort“ sein können. In den vergangenen Wochen habe man aber einen „guten Modus gefunden und sehr konstruktiv und erfolgreich zusammengearbeitet“.

Gemeinsam mit Birgit Grübler wird nun der „erfahrene Gartenschau-Macher“ Hanspeter Faas die Geschäfte der Landesgartenschau Bad Windsheim 2027 GmbH führen, heißt es in der Pressemitteilung. Hanspeter Faas ist seit 36 Jahren Experte in Sachen Entwicklung, Organisation und Verwaltung von Gartenschauen auf regionaler und bundesweiter Ebene. Dabei seien ihm gärtnerische Inhalte und gesellschaftliche Fragen ebenso wichtig wie das Thema Nachhaltigkeit. Heckel freut sich auf die Zusammenarbeit mit dem „Vater der Gartenschauen“, der schon über 20 Gartenschauen begleitet habe.

Hanspeter Faas hat lange Erfahrung bei Gartenschauen

Unter anderem hat er bei der Internationalen Gartenschau in München 1983 sowie bei den Gartenschauen in Augsburg (1985), Dinkelsbühl (1988), Straubing (1989), Würzburg (1990), Ingolstadt (1992), Hof (1994), Amberg (1996) und Memmingen (2000) mitgewirkt. Als Geschäftsführer war Faas auch bei der Bundesgartenschau in München 2005 tätig sowie bei der Bundesgartenschau in Koblenz 2011, die er laut seiner Vita auf der Homepage der ByLGS zu „einer der erfolgreichsten Gartenschauen in ihrer Geschichte machte“.

Mit Faas’ Expertise könne nun auch das neue „Dreiergespann“ erfolgreich weiterarbeiten, sagt Bürgermeister Heckel. Für das Trio gibt es noch viel zu tun bis 2027. Die Planungen laufen auf Hochtouren, heißt es in der Pressemittelung. Das Konzept für den Kurpark sei unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes weiterentwickelt, die Spiel- und Bewegungsbereiche in den bestehenden Baumbestand integriert worden.

Die Gewässerflächen seien optimiert und eine nachhaltige Nachspeisung durch Niederschlagswasser eingeplant worden. Darüber hinaus sei der Landschaftspark als „naturnahe Parkanlage“ weiter ausgearbeitet und in den vorhandenen Bestand eingebunden worden, teilen die Verantwortlichen mit.


Katrin Merklein
Katrin Merklein
Redakteurin
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