Ins Wasser gefallen ist der Kindertag der Dinkelsbühler Kinderzeche. Wegen Dauerregens am Vormittag sind der Umzug durch die Altstadt, die Tänze der Jugend und die Kinderbelustigung im Spitalhof abgesagt worden. Die bunten Kinderzechgucken wurden aber verteilt.
Es goss in Strömen, sodass die Entscheidung schnell klar war: Das Festprogramm inklusive des zentralen Bestandteils des Heimatfests, die Guckenverteilung, musste abgesagt werden. Mit den Verantwortlichen der Dinkelsbühler Schulen hat der Kinderzech-Vorstand dann die Beschenkung der Kinder in andere Bahnen gelenkt.
Zurückgegriffen wurde auf eine Praxis aus den Corona-Jahren, als die mit Süßigkeiten gefüllten bunten Papiertüten im Zeughaus verteilt wurden, erklärte Kinderzech-Sprecher Maximilian Mattausch.
Der Zunftreigen stand auch dort parat, allerdings nicht in den Kostümen, sondern in Alltagskleidung, um jeder Schülerin und jedem Schüler eine Gucke auszuhändigen. Über den Kapuzinerweg erreichten die Kinder und Jugendlichen den Hintereingang der Wagenhalle des Zeughauses.
1600 Tüten wurden in diesem Jahr von Ehrenamtlichen gefüllt. Die Exemplare waren an einem kühlen Ort gelagert und dann von der Feuerwehr zum Zeughaus transportiert worden, wo sie auf Tischen bereitgelegt waren.
Das Dienstags-Programm fiel ebenso ins Wasser wie sicherheitshalber der Schwertertanz am Montag. Auf dem nassen Pflaster wäre der Auftritt zu riskant gewesen. Denn auch der Haupttag der Kinderzeche litt unter Regen, der Festzug fand aber planmäßig statt.