Die Beamten der Polizeiinspektion Dinkelsbühl mussten während des Kinderzechtrubels der zurückliegenden Tage mehrfach eingreifen. Wie ein Sprecher der Dienststelle am Donnerstag in seiner Bilanz mitteilte, wurden unter anderem sieben Körperverletzungsdelikte und ein Sexualdelikt zur Anzeige gebracht.
Hauptsächlich ist es zwischen Festplatz und Weinmarkt in der Dinkelsbühler Altstadt immer wieder zu Streitigkeiten und Ruhestörungen gekommen. Wie es in der Bilanz heißt, sprachen die Ordnungshüter acht Platzverweise gegen aggressive Personen aus. Neben den sieben Körperverletzungsdelikten wurden diverse Sachbeschädigungen, mehrere Diebstähle von Fahrrädern, ein Trunkenheitsdelikt im Verkehr sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis angezeigt.
Wie es im Polizeibericht weiter heißt, leisteten mehrere Personen, die nach strafrechtlich relevantem Verhalten festgenommen wurden, erhebliche Gegenwehr gegen die Einsatzkräfte. Mehrere Beamte wurden dabei verletzt, seien aber weiter dienstfähig gewesen. Die Polizei ermittelt in diesem Zusammenhang unter anderem wegen Volksverhetzung, Beleidigung, Körperverletzung sowie Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Der Mann, der bereits kurz nach dem Auftakt zur Kinderzeche randaliert hatte und dabei drei Personen verletzte, wurde laut Polizei am Folgetag erneut auffällig, als er sich in der Turmstraße aggressiv verhielt und unter anderem aus einem Café Pralinen stahl. Beim Eintreffen der Polizei griff der Mann die Beamten an. Der Randalierer wurde daraufhin unter Einsatz von Zwangsmaßnahmen in Gewahrsam genommen und ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Gegen ihn wurden mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Am Montagabend ist es auf dem Festplatz Schießwasen zu einem Sexualdelikt gekommen. Wie der Polizeisprecher berichtete, griff ein 26-Jähriger einer Besucherin unter den Rock. Der Täter wurde ermittelt und angezeigt.
Der diesjährige Auszug der Kinderzeche zum Bieranstich auf dem Schießwasen verlief trotz geänderter Route reibungslos und ohne größere Verkehrsprobleme. Wegen der Brückenbaustelle am Stauferwall musste der Festzug den weg über die Straße Am Brühl nehmen.