Schmutzige Kleidung landet in der Wäsche, Socken und Unterwäsche werden täglich gewechselt - darüber sind sich die meisten einig.
Bei Haushaltstextilien wie Putzlappen, Handtüchern oder Bettwäsche gehen die Gewohnheiten dagegen weit auseinander: Die einen wechseln wöchentlich, andere im Drei-Tage-Rhythmus, berichtet die „Apotheken Umschau“ (Ausgabe 07/26 B).
Martina Schäfer, Hauswirtschaftsmeisterin und stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft rät in der Zeitschrift, Bettwäsche alle zwei Wochen neu zu beziehen. Das ist auch die Empfehlung des Industrieverbands Körperpflege- und Waschmittel (IKW).
Man könne sich aber auch etwas mehr Zeit lassen, denn Bettwäsche sei in aller Regel kein Übertragungsort für Infektionskrankheiten, so Prof. Markus Egert, Mikrobiologe an der Hochschule Furtwangen im selben Beitrag. Er hält aus hygienischen Gesichtspunkten einen Rhythmus von zwei bis vier Wochen für ausreichend: „Die Bettwäsche ist in aller Regel kein Übertragungsort von Infektionskrankheiten. Man wechselt sie eher wegen des Geruchs oder weil sie speckig wird.“
Bloß wer nackt schläft oder stark schwitzt, sollte einmal die Woche Laken, Kopfkissen- und Deckenbezug wechseln, rät der IKW.
Und wie heiß soll's zugehen? Der Verband empfiehlt: Bunte Bettwäsche wäscht man mit Colorwaschmittel bei maximal 60 Grad, weiße mit Vollwaschmittel bei 40 Grad. Bei Buntem wirkt so die Temperatur gegen Keime, Vollwaschmittel hingegen enthält Bleichmittel, das Keime abtötet.
Und auch das Drunter sollte man nicht vergessen und Kissen- uns Decken-Inletts regelmäßig reinigen oder waschen.
Handtücher sollten maximal zwei bis drei Tage benutzt werden, Duschtücher wandern spätestens nach der dritten Nutzung in die Wäsche, so Hauswirtschaftsmeisterin Schäfer.
Ist jemand im Haushalt krank, sollte diese Person eigene Handtücher nutzen und öfter wechseln. In feuchten Handtüchern vermehren sich Keime sowie Haut- und Wasserbakterien innerhalb weniger Tage stark, erklärt Mikrobiologe Egert. Zwischendurch sollten Handtücher zum Trocknen aufgehängt werden, idealerweise auf einem Handtuchheizkörper.
Wenn im Haushalt alle gesund sind, genügt den Verbraucherzentralen zufolge eine 40-Grad- und ab und zu eine 60-Grad-Wäsche.
Wer auf Nummer sicher gehen will, wäscht laut Schäfer aber alle Textilien, die uns im häuslichen Alltag begleiten, bei 60 Grad und mit Vollwaschmittel.
„Reinigungslappen sind im Prinzip die größten Keimschleudern im Haushalt“, sagt Martina Schäfer der „Apotheken Umschau“. „Noch schlimmer sind nur Schwämme, von denen ich daher abrate.“ Als Faustregel gibt sie aus: Wer täglich abwäscht oder Arbeitsflächen abwischt, sollte Lappen oder Schwamm spätestens nach drei Tagen ersetzen.
Wenn Lappen & Co unangenehm zu riechen beginnen, sei es bereits zu spät, heißt es weiter. Die Keime haben sich dann schon explosionsartig vermehrt.
Ob Lappen, Handtücher oder Kissenbezug: Grundsätzlich kommt es bei allen Nutz-Textilien darauf an, wie verschmutzt sie sind.
Damit die Waschmaschine sauber bleibt und wäscht, raten die Verbraucherzentralen, mindestens einmal im Monat einen Waschgang mit 60 Grad Celsius und bleichmittelhaltigem Vollwaschmittel laufenlassen. So werden eventuelle Waschmittelreste entfernt und Keime abgetötet.
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