Schulen und Kindergärten in der Region waren die Tatorte seiner Wahl: Ein 44-Jähriger ist am Amtsgericht Ansbach wegen zahlreicher Einbruchsfälle verurteilt worden. Jetzt kommen zwei Jahre und vier Monate Haft auf ihn zu.
Eigentlich sind 17 Zeuginnen und Zeugen geladen, wie der Vorsitzende Richter Thorsten Kamberger erklärt. Am Ende werden nur zwei gebraucht. Die anderen Aussagen spart sich das Gericht. Denn gleich zu Beginn ist schon ein Deal zwischen allen Parteien ausgehandelt worden. Das Angebot: Bei einem umfassenden Geständnis bekommt der Angeklagte eine Strafe, die im Bereich von mindestens zwei und höchstens zweieinhalb Jahren Haft liegt. Und er muss nur 12.000 Euro zurückzahlen statt über 20.000 Euro. Die Bedingung: Ein vergangenes Urteil gegen den Mann soll einfließen. Das macht das Ganze zäh.
Über drei Stunden lang passiert eigentlich fast nichts im Sitzungssaal. Selbst als die Rechtsgespräche zwischen den Prozessbeteiligten abgeschlossen sind, geht das Warten weiter. Und zwar kurioserweise auf ein Fax, das die Staatsanwaltschaft aus Fürth nach Ansbach losschickt. Der Hintergrund: Der Angeklagte ist in Fürth bereits wegen Schuleinbrüchen in Langenzenn verurteilt worden. Dieses Urteil will Richter Kamberger in die Entscheidung einbeziehen.
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