Grünes Licht für Bürger-Solarpark bei Wiedersbach | FLZ.de

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Grünes Licht für Bürger-Solarpark bei Wiedersbach

„Erheblich vorbelastet“ ist das Gelände am Pfaffenweiher durch das Umspannwerk der N-Ergie. Auch deshalb gibt es aus Naturschutzsicht kaum Einwände gegen einen rund 14 Hektar großen Solarpark. (Foto: Wolfgang Grebenhof)
„Erheblich vorbelastet“ ist das Gelände am Pfaffenweiher durch das Umspannwerk der N-Ergie. Auch deshalb gibt es aus Naturschutzsicht kaum Einwände gegen einen rund 14 Hektar großen Solarpark. (Foto: Wolfgang Grebenhof)
„Erheblich vorbelastet“ ist das Gelände am Pfaffenweiher durch das Umspannwerk der N-Ergie. Auch deshalb gibt es aus Naturschutzsicht kaum Einwände gegen einen rund 14 Hektar großen Solarpark. (Foto: Wolfgang Grebenhof)

Der Weg ist frei für einen Bürger-Solarpark am Pfaffenweiher neben dem Umspannwerk im Norden von Wiedersbach. Der Stadtrat hat nach geringfügigen Modifikationen die Änderung des Flächennutzungsplanes und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Sondergebiet Pfaffenweiher Ost einstimmig gebilligt.

Wenig Kritik vonseiten der Naturschutzverbände

Im Anhörungsverfahren waren 32 Organisationen und Behörden angeschrieben worden. 19 Rückmeldungen kamen, zwei davon aus der Öffentlichkeit, berichtete Planerin Gudrun Doll. Zehn waren ohne Einwände. Auch vonseiten der Naturschutzverbände gab es wenig Kritik. „Es kommt nicht oft vor, dass der Landesbund für Vogelschutz nichts zu meckern hat“, sagte Doll.

Das Landratsamt etwa habe aus umweltschutzrechtlicher Sicht geurteilt, der Standort für das rund 14 Hektar große Projekt der Genossenschaft Bürger-Energie Leutershausen eG sei ohnehin vorbelastet durch Stromleitungen und eine bestehende Photovoltaikanlage. Durch die Lage in einer topographischen Senke ergebe sich „keine erhebliche Fernwirkung“. Das angrenzende Landschaftsschutzgebiet sei „nicht wesentlich tangiert“, trug Gudrun Doll vor.

„Keine hochwertigen Flächen betroffen“

Zwar seien aus der Warte des Naturschutzes „keine hochwertigen Flächen betroffen“, doch müssten für zwei Feldlerchenpaare Ausgleichsflächen geschaffen werden. Gefordert werde Doll zufolge auch eine regelmäßige Mahd am Zobelholzbach, um eine Verbuschung zu verhindern. Grundsätzliches Einverständnis habe das Wasserwirtschaftsamt signalisiert.

Als „nicht nachvollziehbar“ stufte die Planerin einen Hinweis auf die ehemalige Hausmülldeponie westlich von Neunkirchen ein. Mit Bohrungen habe man diesen Bereich bereits untersucht. Dennoch werde nun eine Sondierung empfohlen, um eine mögliche Schadstoffbelastung durch Altlasten zu ermitteln.

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„Wir haben das horizontal und vertikal eingegrenzt, aber sie sagen trotzdem: Sucht weiter“, so Doll. „Das widerspricht sich.“ Es sei „eher unwahrscheinlich, dass südlich der Straße etwas aufgefüllt wurde“. Deshalb gehe man davon aus, dass die bisherigen Untersuchungen ausreichen.

Zum Einwand eines Bürgers, man solle prüfen, wie viel Prozent der Jahresleistung ins Netz eingespeist werden kann, erklärte Doll, die Frage der Abschaltung wegen Netzüberlastung sei nicht zu prognostizieren: „Darauf haben wir keinen Einfluss.“ Durch Ausbau der Photovoltaik müsse aber Druck auf den Netzausbau gemacht werden – „sonst passiert da nichts“.


Wolfgang Grebenhof
Wolfgang Grebenhof
Redakteur in der Lokalredaktion Ansbach seit 1992. Schwerpunktmäßig zuständig für den Raum Leutershausen. Heimatverbunden und weltoffen, regional verwurzelt und global neugierig.
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