Einstimmig hat der Stadtrat Leutershausen die Errichtung einer Photovoltaikanlage (PVA) auf dem Dach der städtischen Bibliothek und die Aufnahme der Kosten in Höhe von 18.000 Euro in den Haushalt beschlossen. Auf dem Anwesen Ochsenhof 3 soll eine PVA mit einem Batteriespeicher gebaut werden.
Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass die Mehrkosten von 3200 Euro für rote Elemente mit Blick auf das Stadtbild aufgebracht werden müssen.
Bürgermeister Markus Liebich erklärte, dass die Bibliothek einen jährlichen Strombedarf von zirka 8000 Kilowattstunden habe. Um diese Kosten für das städtische Gebäude langfristig zu senken, schlägt die Verwaltung die Errichtung einer PVA vor. Die Dachfläche eigne sich und es liege auch ein entsprechender statistischer Nachweis vor, so schrieb es die Bauverwaltung in der Sitzungsvorlage.
Weil es sich bei dem Gebäude um ein Einzeldenkmal im Ensembleschutzgebiet handele, müsse die PVA von der Denkmalschutzbehörde genehmigt werden. Dem entsprechenden Antrag der Stadt habe das Landratsamt mit Bescheid vom 18. Februar bereits zugestimmt.
Im Haushaltsentwurf der Stadt, der erst noch beschlossen werden muss, sind 18.000 Euro für diese PVA eingeplant. Es liege auch die Netzanschlusszusage der N-Ergie Netz GmbH vor. Diese verfalle aber am 10. März, so berichtete Markus Schmitt vom städtischen Bauamt. Um die Zusage aufrechtzuerhalten, müsse die Bestellung des Messstellenbetriebs bei der N-Ergie Netz GmbH ausgelöst werden.
Dazu benötigte die Stadtverwaltung den Stadtratsbeschluss, dass die PVA trotz noch nicht genehmigten Haushalts errichtet werden kann. Einige Stadtratsmitglieder äußerten Bedenken, ob die Anlage durch die Hinterlassenschaften der Störche weniger Leistung bringen wird.
Schon jetzt, so die Antwort von Markus Schmitt, werde das Dach einmal im Jahr von den Mitarbeitern des Bauhofs gereinigt. In Zukunft werden die PV-Module gereinigt und damit ist die volle Leistungsfähigkeit sichergestellt.