Gemeinde stärkt die eigene Jugendarbeit in Neuendettelsau | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.01.2024 17:37

Gemeinde stärkt die eigene Jugendarbeit in Neuendettelsau

Im alten Feuerwehrhaus am Sternplatz hat die Gemeindeverwaltung ein neues Jugendzentrum aufgebaut. Der bisherige Zuspruch erfreut Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll. (Foto: Jim Albright)
Im alten Feuerwehrhaus am Sternplatz hat die Gemeindeverwaltung ein neues Jugendzentrum aufgebaut. Der bisherige Zuspruch erfreut Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll. (Foto: Jim Albright)
Im alten Feuerwehrhaus am Sternplatz hat die Gemeindeverwaltung ein neues Jugendzentrum aufgebaut. Der bisherige Zuspruch erfreut Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll. (Foto: Jim Albright)

Neue Strukturen, Abläufe und Angebote: Die kommunale Jugendarbeit wird seit dem vergangenen Jahr in Neuendettelsau auf neue Füße gestellt. In Absprache mit dem Sozialunternehmen Diakoneo hat sich die Verwaltung dazu entschieden, sich mit der finanziellen Unterstützung auf eigene Angebote zu konzentrieren.

Diese Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Diakoneo und die Gemeinde haben sich zusammengesetzt und die Jugendarbeit genau unter die Lupe genommen. Beide Parteien sind bei dieser Evaluation zu dem Schluss gekommen, dass ein Änderungsbedarf besteht, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Das Ziel der Änderungen ist klar formuliert. Einerseits sollen Parallelstrukturen aufgelöst werden. Andererseits sollen die knappen Ressourcen – Personal und Finanzen – noch zielgerichteter eingesetzt werden.

„Der Trend zur projektbezogenen Jugendarbeit hält unvermindert an“, sagt Neuendettelsaus Bürgermeister Christoph Schmoll. Der Bedarf der Zielgruppe an festen Einrichtungen und regelmäßigen Öffnungszeiten sei allerdings gering. Deshalb gebe es keine Notwendigkeit, an zwei Stellen Jugendräume mit festen Öffnungszeiten vorzuhalten.

Zum einen hat die Gemeindeverwaltung im vergangenen Jahr ein Jugendzentrum im alten Feuerwehrhaus am Sternplatz eröffnet. Dieser Treffpunkt wird von den Kindern und Jugendlichen auch angenommen. Der Betrieb „läuft passabel an“, erklärt Schmoll auf Nachfrage der Fränkischen Landeszeitung. Anders sieht es dagegen in den Räumen im Louise-Scheppler-Haus aus, das von Diakoneo betrieben wird. Die neuen Angebote mit festen Öffnungszeiten seien nur spärlich angenommen worden, berichtet Regionalleiterin Stephanie Bräunlein. Besondere Aktionen wie das gemeinsame Boxprojekt mit Flüchtlingen, der Graffiti-Workshop oder der Kurs für Trommler hatten nach ihren Worten dagegen reichlich Zulauf.

Deshalb wird sich Diakoneo erst einmal bei der kommunalen Jugendarbeit zurückziehen, den Stützpunkt im Lousie-Scheppler-Haus aufgeben und alles auf den Prüfstand stellen, wie der Bürgermeister ausführt. Ein endgültiger Rückzug aus diesem Bereich ist das freilich nicht. Selbstverständlich werde Diakoneo die Jugendarbeit in der Gemeinde bei Bedarf unterstützen, versichert Bräunlein. „Wir helfen, wo wir können.“

Der Zuschuss an Diakoneo fällt weg

Mit dieser Entscheidung fällt auch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde – 40.000 Euro im Jahr für die Jugendarbeit – weg. Dieses Geld steht, bei Bedarf, künftig für die gemeindeeigene Jugendarbeit zur Verfügung.

Das Vorhaben, sich bei der kommunalen Jugendarbeit neu aufzustellen, ist nicht neu. Seit Monaten arbeitet der zuständige Mitarbeiter in der Verwaltung, Fabrizio Colosimo, im Hintergrund an neuen Konzepten. Diese sind mittlerweile auch fertig, wie Schmoll erklärt. In einem nächsten Schritt müssen sie im Gemeinderat behandelt werden, sodass das Gremium entscheiden kann, wie sich die Mitglieder die Jugendarbeit in der Zukunft vorstellen.

Was seit 2023 in diesem Bereich geschehen ist, stimmt den Rathauschef positiv. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Schmoll. Colosimo habe da ein sehr gutes Händchen. Deshalb ist der Bürgermeister nach eigener Aussage auch hoffnungsfroh, dass sich etwas Gutes aufbaut.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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