John Pohler ist Vikar in Ansbach. Der angehende evangelische Pfarrer hatte die Idee zu einem Gottesdienst mit Segen für Rente und Ruhestand. Dieser findet am Sonntag, 19. April, statt und trägt den Titel „Wenn der Wecker nicht mehr klingelt ...”. Was brachte den 30-Jährigen am Anfang seines Berufslebens auf den Gedanken?
Das Angebot richtet sich an Menschen, die bald in Rente oder in den Ruhestand gehen oder schon mittendrin sind, sowie an solche, die man nicht aus dem Berufsleben verabschiedete oder die früher als erwartet aufhören mussten.
John Pohler ist schwerpunktmäßig in den beiden Innenstadtkirchengemeinden St. Gumbertus und St. Johannis tätig. Der junge Theologe erzählt von einem Augsburger Vorbild für den Gottesdienst. Was die Kirche seiner Ansicht nach gut kann, „ist, Menschen an Übergängen in ihrem Leben zu begleiten und ihnen Gottes Segen und Gottes Begleitung zuzusprechen”.
Ein großer Übergang, der Menschen sehr beschäftige, sei es, wenn sie aus dem Berufsleben ausscheiden. „Für mich als Berufsanfänger ist der Übergang auch da”, bemerkt er lachend. In einem Leben arbeite man im Schnitt 39 oder 40 Jahre. Dies sei viel investierte Zeit. Überdies seien die 60- bis 70-Jährigen die größte Altersgruppe in den Kirchengemeinden.
Deshalb überlegten er und sein Team, was die Menschen von der Kirche brauchen, wie er sagt. Der Gottesdienst soll Raum für diesen Übergang bieten. Die Innenstadtgemeinden laden für Sonntag um 17 Uhr in die Kirche St. Gumbertus ein. Mitkommen können Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde sowie Kolleginnen und Kollegen. Danach soll es möglich sein, sich auszutauschen.