Polizei, Handel und Banken haben im ersten Halbjahr 2026 weniger Falschgeld aus dem Verkehr gezogen. Das geht aus Zahlen hervor, die die Deutsche Bundesbank veröffentlicht hat. Im genannten Zeitraum wurden rund 30.000 gefälschte Euro-Banknoten ausgemacht, im ersten Halbjahr 2025 waren es noch rund 37.000, in der zweiten Jahreshälfte 2025 etwa 31.000 Stück. Auch wenn die Chance, selbst mit Falschgeld in Kontakt zu kommen, damit geringer ist: Wer sich davor schützen möchte, selbst einmal „Blüten“ entgegenzunehmen, sollte beim Bargeld stets genau hinsehen.
Wie das geht? Die Deutsche Bundesbank rät zum Schnelltest „fühlen, sehen, kippen“. Denn moderne Euro-Noten weisen diverse Sicherheitsmerkmale auf, die bei genauer Betrachtung eine Erkennung unkompliziert möglichen machen soll.
Sie alle nachzuahmen, ist für Fälscher schwer bis unmöglich - diese konzentrieren sich daher nur auf einzelne von ihnen. Diese Details sollten Sie bei der Annahme von Bargeld daher immer prüfen, empfiehlt der Bundesverband deutscher Banken (BdB):
Wer anhand einer solchen Prüfung Zweifel an der Echtheit eines Geldscheins bekommt, könnte sicherheitshalber zum Vergleich noch einen echten Geldschein daneben legen. Unterscheiden sich die Noten in Farbe, Größe oder Oberfläche, sollten Sie den Schein besser nicht annehmen.
Mit einem Geldprüfstift lässt sich noch zuverlässiger sagen, ob eine Fälschung vorliegt oder nicht: Einfach mit diesem eine helle Stelle des Scheins markieren - verfärbt sich die Markierung nach kurzer Zeit hell und gelblich, kann man laut BdB davon ausgehen, dass der Schein echt ist. Bei einer dunklen Verfärbung liegt die Annahme von Falschgeld nahe.
Wer häufiger mit Bargeld hantiert oder sich einmal grundlegend zur Falschgeld-Erkennung schulen möchte, kann dafür auf die Angebote der Bundesbank zurückgreifen. Auf deren Website gibt es verschiedene Möglichkeiten für unterschiedliche Interessengruppen - online und kostenfrei.
Trotz aller Vorsicht einmal Falschgeld angenommen? Oder sind Sie sich zumindest unsicher über die Echtheit eines Scheins? Dann sollten Sie damit zur Polizei oder zur Bank gehen und die Banknoten dort abgeben, rät der BdB. Wer stattdessen versucht, die Noten beim nächsten Einkauf weiterzugeben, macht sich strafbar.
Einen Anspruch auf Ersatz haben Betroffene nach der Abgabe allerdings nicht. Das Geld wird eingezogen und nicht ersetzt. Übrigens: Auch bei der Bargeldeinzahlung bei der Bank prüft der Automat die Noten auf ihre Echtheit. Fälschungen werden automatisch aus dem Verkehr gezogen, eine Gutschrift auf dem Konto erfolgt nicht.
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