Diakoneo setzt die Gespräche mit dem Landkreis Ansbach, den zuständigen Behörden wie der Regierung von Mittelfranken und der Kommune zur Finanzierung der notwendigen Sanierung des Schulgebäudes St. Laurentius in Neuendettelsau „mit hoher Intensität” fort. Als Idee wurde nun eine Verkleinerung der Schule ins Gespräch gebracht.
Vor einigen Wochen hatte das Sozialunternehmen darüber informiert, dass es zum Ende des Schuljahres 2025/26 zur Stilllegung des sanierungsbedürftigen Schulgebäudes gezwungen sei, wenn die notwendigen finanziellen Mittel nicht vorab zur Verfügung gestellt werden könnten. Diakoneo betont laut Pressemitteilung in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass aufgrund des laufenden Sanierungsprozesses des Unternehmens keine Möglichkeit bestehe, Vor- oder Zwischenfinanzierungen – auch nicht für dringend notwendige Sanierungsarbeiten – zu übernehmen.
In den vergangenen Wochen habe Diakoneo „zahlreiche Optionen geprüft, um Möglichkeiten für eine Fortsetzung des Schulbetriebs aufzuzeigen”, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Ziel sei es, gemeinsam eine tragfähige Perspektive für die Beschulung der Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Daher wurden sowohl bestehende Teile des Schulgebäudes als auch alternative Standorte und Übergangslösungen erneut sorgfältig analysiert.
„Auch wenn Diakoneo rechtlich nicht verpflichtet ist, eigenständig Alternativen zu erarbeiten, engagiert sich das Unternehmen im Einklang mit seinem diakonischen Auftrag weiterhin intensiv für das Wohl der betroffenen Kinder und Jugendlichen”, heißt es in der Pressemitteilung. Grundsätzlich sei Diakoneo weiterhin zur Generalsanierung des gesamten Gebäudekomplexes bereit, sofern das Unternehmen „keine Vor- oder Zwischenfinanzierung der hierfür notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen muss”.
Ein mögliches Alternativmodell sieht vor, den im Jahr 2002 errichteten Gebäudeteil des Schulstandorts langfristig für die Grundschulstufe zu nutzen, so die Mitteilung. Diese Lösung würde zwar eine Verkleinerung der Schule bedeuten, „wäre jedoch eine tragfähige Kompromisslösung, die den Weiterbetrieb der Einrichtung durch Diakoneo ermöglicht”.
Voraussetzung hierfür wären jedoch laut Pressemitteilung bauliche Maßnahmen sowie eine schulaufsichtliche Genehmigung. Das Konzept wurde der Regierung bereits vorgelegt, heißt es. Die dafür erforderlichen finanziellen Mittel müssten allerdings ebenfalls vollständig extern bereitgestellt werden.
Positiv bewertet Diakoneo den „weiter intensivierten Austausch mit dem Landkreis”. In der dritten Abstimmungsrunde mit dem Landrat, der Schulbehörde und dem Bürgermeister von Neuendettelsau seien vergangene Woche Lösungsvorschläge vorgestellt und offene Fragen erörtert worden. Der angekündigte persönliche Ortstermin des Landrats sowie das Angebot von Diakoneo-Vorständin Verena Bikas, die Situation im Kreistag vorzustellen, „unterstreichen die konstruktive und lösungsorientierte Gesprächsatmosphäre”.
„Wir sind dankbar für den offenen Dialog und die Bereitschaft aller Beteiligten, gemeinsam nach Wegen zu suchen“, heißt es weiter. „Unser Ziel bleibt es, Perspektiven für eine tragfähige schulische Versorgung im Landkreis zu eröffnen.“ Diakoneo wird den engen und vertrauensvollen Austausch mit dem Landkreis und den zuständigen Stellen fortsetzen und alle verfügbaren Möglichkeiten nutzen, um zu einer tragfähigen Lösung zu kommen, heißt es abschließend. Sollte dies wider Erwarten nicht gelingen, müsste der Schulauftrag an den Landkreis zurückgegeben werden.