Auf den Cloppenburg-Flächen im Burgoberbacher Gewerbegebiet tut sich bisher nicht viel. Ursprünglich war der Umzug des BMW-Händlers von Brodswinden in die Landkreis-Gemeinde für 2026 angedacht. Ob sich dieser Zeitplan halten lässt, ist fraglich.
„Ich kann im Moment nichts dazu sagen, weil wir mit so vielen Themen beschäftigt sind”, teilt Bart Gerris, Vorstandsvorsitzender der Cloppenburg-Gruppe, auf FLZ-Anfrage mit. Bezüglich des Baustarts könne er keine Aussage treffen. Die Verzögerung begründet Gerris mit internen Diskussionen. „Das hat mit Investitionen zu tun.” Man sei mit der Planung befasst, aber einen Zeitplan gebe es derzeit nicht. Außerdem müssten die Prozesse mit der Gemeinde abgestimmt werden.
Der Burgoberbacher Bürgermeister Gerhard Rammler hält sich ebenfalls bedeckt. „Da hat sich noch nichts getan.” Die Cloppenburg-Gruppe sei aber nach wie vor im Besitz von drei Grundstücken mit insgesamt 22.000 Quadratmetern zwischen der B13 und der Straße Im Birkfeld.
Für Grundstücke im Gewerbegebiet gilt eine Bauverpflichtung, die notariell geregelt ist, wie Alexander Barnowski, Geschäftsleiter der Gemeinde Burgoberbach, bestätigt. Mit dem Bau muss innerhalb von drei Jahren ab Kaufdatum begonnen werden, innerhalb von fünf Jahren ab Kauf muss das jeweilige Gebäude fertiggestellt sein. Etwas Zeit dürfte also noch sein.
Ein Branchenkenner, der nicht namentlich genannt werden möchte, ist nicht verwundert darüber, dass sich die Angelegenheit in die Länge zieht. Da die Händler bestimmte Standards der Hersteller erfüllen müssten, weil diese in der Regel Zuschüsse geben, sei bei einem Autohaus dieser Größenordnung viel abzustimmen. „So etwas kann natürlich ein bisschen dauern.”
Besonders Premium-Hersteller wie BMW hätten ihre Standards „erheblich nach oben geschraubt”, so der Experte. Das betreffe zum Beispiel die Gestaltung von Hallen, in denen die Fahrzeuge präsentiert werden. Die Abstimmungsdetails reichten manchmal vom Raumzuschnitt über die Beleuchtung bis zu den verlegten Fliesen.