Erste Sitzung des Marktgemeinderats in Dombühl nach den Kommunalwahlen – auch eine Gelegenheit für Bürgermeister Jürgen Geier ein Resümee zu ziehen: „Es waren spannende Tage. Es gibt auch hier im Gremium Veränderungen. Das ist Demokratie.”
Bürgermeisterkollegen im Umland von Dombühl wurden abgewählt: „Stimmungen führen zu Entscheidungen, die vielleicht nicht gerecht sind. Oft ist es schwer nachvollziehbar, wie manche ihre Entscheidung treffen.”
Abgewählt wurde zum Beispiel Michael Trzybinski als Bürgermeister des benachbarten Schillingsfürst. Zur Einweihung des neuen Radwegs nach Dombühl am 26. April hat Geier ihn eingeladen: „Der Termin ist noch vor dem Ende seiner Amtszeit und er hat zugesagt.”
Natürlich hatte der Marktgemeinderat auch eine Tagesordnung, an die sich Geier dann auch gleich machte. Wichtigstes Thema war der Haushalt 2026: Der Verwaltungshaushalt hat eine Höhe von knapp 5,7 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt beträgt fast 2,7 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Gesamthaushalt von beinahe 8,4 Millionen Euro.
Im Verwaltungshaushalt nimmt Dombühl 1,1 Millionen Euro über die Einkommenssteuer ein, über 970.000 Euro über Schlüsselzuweisungen und 900.000 Euro durch die Gewerbesteuer. Weitere 310.000 Euro sollen über die Grundsteuer ins Gemeindesäckchen fließen.
1,17 Millionen Euro muss die Marktgemeinde an den Kreis abführen, 740.000 Euro sind Personalkosten, weitere 525.000 Euro sollen als Personalkostenzuschuss an den Kindergarten gehen. Die Umlage für die Verwaltungsgemeinschaft betragen 435.000 Euro und weitere 228.000 Euro gehen an den Schulverband.
Die größten Posten des Vermögenshaushalts sind 1,2 Millionen Euro für die Erweiterung der Grundschule, Abrechnungen für die Kanalsanierung in Höhe von 200.000 Euro und ein Ausbau des Friedhofswegs als Zufahrt zum Baugebiet Kirchbuck II für 150.000 Euro. Außerdem plant die Marktgemeinde den Erwerb von Grund im Gebiet Obere Au für 200.000 Euro.
Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Schillingsfürst Florian Beck sieht keine Kreditneuaufnahme vor, stattdessen sollen alte Schulden in Höhe von 330.000 Euro getilgt werden. Dadurch soll der Schuldenstand bis Ende 2026 auf 1,5 Millionen Euro sinken.
Geier blickt guten Zeiten entgegen: „Wir kommen in diesem Jahr ohne Kredite aus. Durch die baldigen Einnahmen aus den Gewerbegebieten sollten unsere Finanzen so sein, dass wir alle unsere Bedürfnisse erfüllen können.” Demnächst stehe ein neuer Termin mit den Investoren an, der Marktgemeinderat müsse in der Folge entscheiden, ob das neue Gewerbegebiet wirklich kommen soll. „Aktuell haben wir knapp eine Million Gewerbesteuereinnahmen. Diese könnte sich dann verdoppeln. Dazu kommen in ein paar Jahren Einnahmen durch Windkraft. Dann sind wir in einer Situation, wo größere Investitionen ohne Kredite möglich sind.” Der Marktgemeinderat stimmte dem Haushalt 2026 einstimmig zu.
Wie alle Gemeinden muss auch Dombühl bis zum 30. Juni 2028 eine kommunale Wärmeplanung entwerfen. Darum will Geier ein Büro beauftragen, eine solche zu erstellen. Über Fördergelder stehen fast 35.000 Euro für die Planung zur Verfügung. „Die Planung kostet der Gemeinde damit wahrscheinlich nichts.”
Das Naturerlebnisbad wurde 2016 eröffnet. Seitdem wurden die Preise nicht erhöht. Doch nach zehn Jahren sei es jetzt Zeit dafür: „Wir waren bei der Eröffnung schon die Günstigsten im Landkreis”, sagte Geier. Er sieht etwa eine Erhöhung der Familienkarte von 65 Euro auf 75 Euro vor, Einzelkarten für Erwachsene von 3 Euro auf 3,50 Euro, Dauerkarten von 40 Euro auf 50 Euro. Auch damit war das Gremium einverstanden.