Oldtimer-Begeisterte erwartet vom 4. bis 7. Juni ein besonderes Spektakel: Rothenburg ist Austragungsort der 69. Internationalen Deutschen Schnauferl-Rallye.
„Wir wollen den Leuten heute die Technik von gestern in Bewegung zeigen”, sagt Jürgen Klatte, Präsident der Gründungslandesgruppe Nordbayern des Allgemeinen Schnauferl Clubs (ASC). Er freut sich auf ein „rollendes Museum” – umso mehr, weil diesmal seine Heimatstadt Schauplatz der Rallye ist. Zu erwarten sind zahlreiche Raritäten und viele verschiedene Fahrzeugtypen. Rund 100 Fahrzeuge der Baujahre 1902 bis 1987 werden zu sehen sein, darunter etwa 40 Vorkriegsfahrzeuge. „Das sieht man sehr selten”, betont Klatte.
Die Teilnehmenden treffen am Donnerstag, 4. Juni, ab 14 Uhr ein. Offizieller Start ist dann am Freitag, 5. Juni, um 9 Uhr am Marktplatz. Von dort aus brechen die Teilnehmenden nach Ochsenfurt auf, wo sich die Gruppe nach einem Mittagsstopp splittet. Wer die kürzere Route fährt, kommt über Aub wieder zurück nach Rothenburg. Die Strecke der längeren Route führt über die Weininsel im Landkreis Kitzingen in Richtung Volkach und schließlich über Iphofen zurück zum Ausgangspunkt. Um 19.30 Uhr treffen sich die Oldtimer-Freunde zu einem Fränkischen Abend in der Ratsstube am Marktplatz.
Am Samstag, 6. Juni, geht es ebenfalls um 9 Uhr am Marktplatz los. Die Teilnehmenden haben auch hier zwei Streckenoptionen. Die große Route führt an diesem Tag durch den Hohenlohekreis, unter anderem durch Braunsbach und Künzelsau. Ein kultureller Höhepunkt ist der Mittagsstopp im Museum Würth. Die kleine Route verläuft über die Frankenhöhe mit einem Halt am Gustav-Weißkopf-Museum. Ab 15 Uhr werden die Fahrzeuge wieder in Rothenburg eintreffen. Um 19 Uhr treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kaisersaal des Rathauses zu einem Galaabend mit Siegerehrung.
Mit den Planungen für die Veranstaltung habe man vor etwa zwei Jahren begonnen, informiert Klatte. Die Deutschland-Rallye gehört zu den Veranstaltungshighlights des Allgemeinen Schnauferl Clubs.
Gegründet wurde der ASC im Jahr 1900 in Nürnberg zunächst als „Internationaler Auto-Spargel-Club”. „Ein wesentliches Begleitmotiv der Gründungsfeier im Hotel Victoria scheinen die kulinarischen Genüsse gewesen zu sein”, ist im Programmheft zur Rallye zu lesen. Etwas später wurde der Oldtimer-Club in den „Allgemeinen Schnauferl Club” umbenannt. Bis heute sei man sich nicht einig, ob dieser Name auf das „Schnüffelventil” der damaligen Ottomotoren zurückgeht, oder auf die zeitweise schnaufenden Geräusche der früheren Ottomotoren.
Heute hat der ASC rund 1500 Mitglieder in 16 Landesgruppen, die sich der Aufgabe verschrieben haben, das Automobil als „technisches Kulturgut” zu bewahren.