48-Millionen-Euro-Projekt: Geplante Schule in Neuendettelsau nimmt langsam Form an | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.03.2026 11:00

48-Millionen-Euro-Projekt: Geplante Schule in Neuendettelsau nimmt langsam Form an

Zwischen Sportzentrum und Wohnhäusern soll die neue Grund- und Mittelschule in Neuendettelsau gebaut werden. (Foto: Antonia Müller)
Zwischen Sportzentrum und Wohnhäusern soll die neue Grund- und Mittelschule in Neuendettelsau gebaut werden. (Foto: Antonia Müller)
Zwischen Sportzentrum und Wohnhäusern soll die neue Grund- und Mittelschule in Neuendettelsau gebaut werden. (Foto: Antonia Müller)

Die geplante Grund- und Mittelschule in Neuendettelsau nimmt immer mehr Form an. Im Gemeinderat präsentierte der Architekt die Ergebnisse der bisherigen Planungen.

Das Interesse an dem Neubau ist groß in Neuendettelsau. Zahlreiche Interessierte kamen zur Sondersitzung, die aus Platzgründen ins Hotel Sonne verlegt wurde. Derzeit befinde man sich kurz vor der Fertigstellung der Leistungsphase zwei, erklärte Bürgermeister Christoph Schmoll – eine sehr intensive Phase mit der Vorentwurfsplanung, auf die nun die konkrete Entwurfsplanung folgt.

Der Ganztagsbereich kommt ins Erdgeschoss

Architekt Stefan Peters vom Architekturbüro Sander Hochrichter stellte die Planungen vor. Entstehen soll ein Gebäude aus drei Teilen, zwei davon zweigeschossig und eines mit drei Stockwerken. Dort sollen später die Fachräume, wie Werk- oder Maschinenraum, Lehrküche oder PC-Räume einziehen. Im selben Gebäudeteil werden im ersten Obergeschoss die Verwaltung und im Erdgeschoss die Mensa untergebracht. Die Grund- und die Mittelschule werden stockwerkweise getrennt und für den Ganztagsbereich ist im Erdgeschoss Platz.

Die gesamte Einrichtung sei als Cluster-Schule geplant, erläuterte Peters. Damit ist ein modernes, pädagogisches Raumkonzept mit einer Mischung aus Klassen-, Differenzierungs-, Aufenthalts- und Teamräumen gemeint. Eine Besonderheit sind der Therapiebereich und der Musikraum im Erdgeschoss, der durch eine Schiebewand bei Veranstaltungen zu einer Bühne umfunktioniert werden kann. Weitere Musikräume, die von der Musikschule mitbenutzt werden können, befinden sich ebenfalls im Gebäude. Der Außenbereich wird mit zwei Pausenhöfen, einem barrierefreien Zugang zur Turnhalle, einer Bus- und Kiss-and-Ride-Zone, einem großen Parkplatz und einer Abstellfläche für Fahrräder gestaltet.

Für ambitioniert hielten sowohl der Gemeinderat als auch der Bürgermeister den vorgelegten Zeitplan. Demnach soll die Entwurfsplanung bis September 2026 fertig sein und die Bauphase im März 2027 starten. Der Einzug ist zum Schuljahr 2029 geplant. Schmoll betonte, dass jede Verzögerung bedeute, dass man erst ein Jahr später einziehen könne, da ein Umzug dieser Größenordnung nur in den Sommerferien möglich sei.

Lob für das Architekturbüro

Aktuell plant man mit Gesamtkosten von rund 48 Millionen Euro. Man rechne mit maximal 23,9 Millionen Euro an Fördermitteln. Genaue Zahlen könnten erst in der Entwurfsplanungsphase erhoben werden, so der Bürgermeister. Das Gremium war sich einig, dass die Gemeinde wegen der angespannten Haushaltsituation Kosten reduzieren muss, lobte aber auch das Architekturbüro für die gute Planung.

Der Gemeinderat nahm den Beschluss über die abgeschlossene Leistungsphase einstimmig an und beschloss weiterhin, dass in Phase drei ein Variantenvergleich eingeholt werden soll. Dieser wird als Grundlage dafür dienen, ob man sich für einen Massiv- oder Holzbau entscheidet und welche Heiz- und Kühltechnik man wählt.

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