Wie viele Bio-Landwirte gibt es im Landkreis Ansbach? | FLZ.de

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Veröffentlicht am 01.03.2023 14:01

Wie viele Bio-Landwirte gibt es im Landkreis Ansbach?

Gemüsegärtnerin Bianca Klose und Hündin Holly am Bio-Landhof in Götteldorf: Auch Ackerbau, Tierhaltung und ein hauseigenes Gasthaus sind Bestandteil des landwirtschaftlichen Betriebs. (Foto: Felix Gleißner)
Gemüsegärtnerin Bianca Klose und Hündin Holly am Bio-Landhof in Götteldorf: Auch Ackerbau, Tierhaltung und ein hauseigenes Gasthaus sind Bestandteil des landwirtschaftlichen Betriebs. (Foto: Felix Gleißner)
Gemüsegärtnerin Bianca Klose und Hündin Holly am Bio-Landhof in Götteldorf: Auch Ackerbau, Tierhaltung und ein hauseigenes Gasthaus sind Bestandteil des landwirtschaftlichen Betriebs. (Foto: Felix Gleißner)

Die Gemeinde Heilsbronn hat mit 16 Bio-Betrieben den höchsten Anteil an Höfen, die ökologischen Landbau betreiben, im Gebiet der Stadt und des Landkreises Ansbach. Insgesamt werden 5,2 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in der Region nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet.

Die Zahlen (Stand 2022) hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ansbach veröffentlicht. Von der bayernweiten Zielmarke für die Umstellung von Bauernhöfen auf ökologischen Landbau sind sowohl der Raum Ansbach als auch der gesamte Freistaat noch weit entfernt.

Die Staatsregierung will schrittweise den Anteil der ökologisch bewirtschafteten Flächen bis 2030 auf fast ein Drittel – nämlich auf 30 Prozent – steigern. Dies ist im Rahmen des Landesprogramms BioRegio 2030 geplant. Der Ausbau der Ökolandwirtschaft ist seit dem Volksbegehren Rettet die Bienen von 2019 auch als Ziel im bayerischen Naturschutzgesetz verankert.

Bayerisches Bio-Siegel „gut etabliert”

Um die Umstellungsbereitschaft der Landwirte zu erhöhen, „sollen“, so das Landwirtschaftsministerium „Maßnahmen in Bildung, Beratung, Förderung, Forschung und Vermarktung die Bio-Wertschöpfungskette vom Erzeuger bis zum Verbraucher stärken.“ Das Landesprogramm lege einen besonderen Fokus auf die Vermarktung von heimischen Ökoprodukten. Das Bayerische Biosiegel garantiere den Verbrauchern die Herkunft aus Bayern. Mit 1810 teilnehmenden Landwirtschaftsbetrieben und 1502 Produkten habe sich das Bayerische Bio-Siegel „gut etabliert“.

Umstellungsinteressierte Landwirte können sich an das Ansbacher Amt wenden, um sich beraten zu lassen. Das AELF vermittelt nach eigenen Angaben auch Kontakte zum BioRegio-Betriebsnetz, einem Netzwerk aus rund 100 ökologischen Vorzeigebetrieben, „die einen vertieften Einblick in die Ökolandbaupraxis ermöglichen“.

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Nach der aktuellen Statistik gibt es im Landkreis und in der Stadt Ansbach 171 Bio-Landwirtschaftsbetriebe: 71 im Haupt- und 100 im Nebenerwerb. 131 Öko-Betriebe halten auch Vieh. Auf konventionelle Wirtschaftsweise erzeugen 3088 Betriebe Nahrungs- und Futtermittel, davon 994 im Haupterwerb. Bei 2142 handelt es sich um Viehhalter.

Der 50 Hektar große Bio-Landhof Götteldorf mit Weidehaltung bei Dietenhofen ist beispielhaft einer der Bio-Betriebe im Landkreis und in der Stadt Ansbach.

Bio-Gerichte im Gasthaus

Die auf dem Hof produzierten Lebensmittel und frisches heimisches Wildfleisch werden im eigenen Bio-Gasthaus zu Gerichten verarbeitet oder über abwechslungsreich zusammengestellte Abo-Kisten vermarktet. Johannes Fetz und das mit der Gemüsegärtnerei auf dem Hof angesiedelte junge Paar Felix Gleißner und Bianca Klose arbeiten im Team zusammen.

Die Drei haben sich zum Geschäftszweck zu einer Personengesellschaft (GbR) zusammengeschlossen. Gemeinsam waren sie kürzlich auch in Nürnberg auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel präsent und haben für den Anbauverband Bioland den gesamten Cateringservice gestellt.

Fleisch, Gemüse, Eier und Obst werden in Bio-Qualität erzeugt. Die Produkte tragen das Bioland-Siegel. Auf dem Hof leben momentan 50 Rinder, 20 Schweine sowie Gänse, Enten, Puten, Hühner und Heidschnucken, hieß es auf Anfrage.

Auf den Feldern werden unter anderem Luzerne-Kleegras, Weizen, Dinkel, Roggen und Kartoffeln angebaut. In der 3,3 Hektar großen Gemüsegärtnerei wachsen über das Jahr verteilt etwa 50 verschiedene Kulturen: darunter Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini, Salate, Spinat, Melonen, Kürbisse, Zwiebeln und Kräuter. Dabei wird auf Saisonalität und Kreislaufwirtschaft geachtet, betonen die Betreiber.

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