Unter Plan: Die Maisernte fällt schlechter aus als gedacht | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.10.2024 10:00

Unter Plan: Die Maisernte fällt schlechter aus als gedacht

Auch in der Umgebung von Sachsen bei Ansbach sind die meisten Maisfelder abgeerntet. Die Erträge werden auch maßgeblich vom Standort der Äcker beeinflusst. (Foto: Kurt Güner)
Auch in der Umgebung von Sachsen bei Ansbach sind die meisten Maisfelder abgeerntet. Die Erträge werden auch maßgeblich vom Standort der Äcker beeinflusst. (Foto: Kurt Güner)
Auch in der Umgebung von Sachsen bei Ansbach sind die meisten Maisfelder abgeerntet. Die Erträge werden auch maßgeblich vom Standort der Äcker beeinflusst. (Foto: Kurt Güner)

Die Silomaisernte ist nicht so gut ausgefallen wie erwartet. Dies ist die Bilanz für die Stadt und den Landkreis Ansbach und den Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Warum blieb auch im regenreichen Jahr 2024 ein durchwegs positives Ergebnis aus?

Im Gebiet von Stadt und Landkreis Ansbach liege der durchschnittliche Ertrag heuer etwa zwischen 400 und 450 Doppelzentner pro Hektar, diese Auskunft gab Jürgen Hufnagel, Pflanzenbauberater am Ansbacher Landwirtschaftsamt auf Nachfrage der FLZ. Dies sei „nicht wesentlich besser“ als im trockenen Vorjahr. „Wir tun uns schwer, das wirklich zu erklären“, meinte er zu der eher ernüchternden Bilanz.

Mehr Ertrag erwartet

„500 Doppelzentner pro Hektar im Durchschnitt wäre ein guter Ertrag. Das hätte ich heuer auch erwartet“, sagte Hufnagel.

Ähnliche Zahlen nannte auf FLZ-Anfrage Nikolaus Ehnis, Pflanzenbauberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim, für den Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim. Doch er ergänzte: „450 Doppelzentner pro Hektar sind in Ordnung für unsere Verhältnisse.“

An Rinder verfüttert

Auch im Raum Neustadt gelte in puncto Silomais: Wenn der Ertrag im Bereich von 450 bis 500 Doppelzentner Frischmasse pro Hektar sei, betonte Ehnis, „dann sind wir glücklich“.

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Zum Verständnis: „Beim Silomais wird die ganze Pflanze, alles was auf dem Acker oberirdisch zu sehen ist, gehäckselt und dann siliert“, so Hufnagel. Die Ernte wird an Rinder verfüttert oder in Biogasanlagen verwertet.

Die Anbaufläche des Körnermais, für den noch keine Erntebilanz vorliegt, ist regional vergleichsweise sehr gering. Körnermais wird gedroschen, wie etwa Weizen. Hufnagel weiter: „Es werden also nur die Körner nach Hause gefahren, und die werden dann in der Regel an Schweine oder an Geflügel verfüttert.“

Große landwirtschaftliche Bedeutung

Silomais hat eine sehr große landwirtschaftliche Bedeutung. Er wird in Stadt und Landkreis Ansbach laut Hufnagel auf „gut 23.000 Hektar“ angebaut, Körnermais auf nur rund 650 Hektar. Der Experte weiter: „Insgesamt umfasst die Fläche des Ackerlands in Stadt und Landkreis Ansbach rund 75.000 Hektar.“

Geringe Körnermaisfläche

Ähnlich gering ist die Körnermaisfläche im Kreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, während die für Silomais dort laut Ehnis immerhin 12.500 Hektar umfasst.

Dass der Silomais bei der Ernte nicht hielt, was der äußere Augenschein – in puncto Höhe der Pflanzen – oft versprach, erklärte Hufnagel indes so: „Der Ertrag war deshalb schlechter, weil die Stängel der Maispflanzen etwas dünner waren. Und die Kolben waren nicht so voll mit Körnern wie sie sein sollten.“

Ergebnisse sind standortabhängig

Dies könne daran liegen, dass der August und auch schon der Juli heiß und trocken gewesen seien. „Das hat sicherlich dazu geführt, dass die Kolben nicht ganz voll mit Körnern waren.“ Ehnis betonte, die Ergebnisse seien standortabhängig. Doch im Raum Neustadt sei die Ernte vor allem für die Betriebe „zufriedenstellend“, die sie rechtzeitig eingebracht hätten – nämlich schon kurz nach der Hitzephase im August, „also Anfang September“.

Der Experte ergänzte: Später seien „die Pflanzen letztlich zu trocken gewesen“ Es sei weniger Stärke eingelagert worden. Ehnis: „Die Abreife ist so weit fortgeschritten, dass die Menge nicht mehr da war.“


Von Kurt Güner
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