Für die einen ist es ein simpler Verkehrsspiegel, für die anderen die Erfüllung eines lange gehegten Wunschs. An der B13-Kreuzung von der Uffenheimer Stadthalle aus stadtauswärts soll ein solches Exemplar jetzt für mehr Übersicht und Verkehrssicherheit sorgen. Der Seniorenbeirat ist begeistert.
Denn die Seniorinnen und Senioren hatten den Antrag auf den Verkehrsspiegel gestellt. Es war insgesamt nicht der erste Anlauf, wie beim Pressetermin deutlich wird. Doch nun hat es endlich geklappt. Wie wichtig diese vermeintliche Kleinigkeit für Uffenheim ist, zeigt die Reaktion der Passanten. Ein Radfahrer hält und erzählt begeistert, dass er stolze 25 Jahre auf diesen Moment gewartet hat. Am Mittwochnachmittag wurde das Stückchen Verkehrssicherheit feierlich eingeweiht.
Die B13-Kreuzung Bahnhofstraße/Ringstraße/Luitpoldstraße ist viel befahren, vor allem auch zahlreiche Lastwagen bahnen sich ihren Weg durch die Stadt. Tagsüber regelt eine Ampel den Verkehr, doch ab 20 Uhr flackert diese für den Verkehr von der Stadthalle kommend nur noch Orange – die B13 hat Vorfahrt. Das ist klar, doch die Sicht an dieser Ecke ist schwierig. Das bestätigt auch Bürgermeister Wolfgang Lampe.
Damit sich an der vermeintlichen Problemkreuzung etwas tut, hat der Uffenheimer Seniorenbeirat im August 2024 schließlich einen Antrag an die Stadt gestellt. Rund acht Monate später steht er nun, der Verkehrsspiegel. Was nach einer langen Zeit klingen mag, ist für einen solchen behördlichen Vorgang fast schon Lichtgeschwindigkeit, wie Wolfgang Lampe betont.
Denn der bürokratische Weg sieht vor, dass vor einer solchen Spiegel-Installation erst eine Verkehrsschau mit Vertretern des Staatlichen Bauamts Ansbach als Baulastträger für die B13, vom Landratsamt, von der Stadt und der Polizei stattfinden muss. In diesem Rahmen muss geklärt werden, ob der Bedarf überhaupt gegeben ist. Das Problem: Eine solche Schau findet in Uffenheim im Regelfall nur zweimal jährlich statt. Entsprechend bedingt dies Wartezeiten. Schließlich gab es seitens der Behörden grünes Licht.
„Okay, ihr müsst es aber selbst machen“, war laut Bürgermeister die Bedingung für den Spiegel. Zwar sind aus dem Haushalt keine großen Sprünge mehr drin, die 900 Euro Gesamtkosten leistete die Stadt für (zumindest gefühlt) mehr Sicherheit jedoch gerne. Aber Lampe macht klar: „Wir können nicht überall Spiegel aufstellen.“ Denn die Liste der Anträge und Wünsche ist lang.
An der Stadthallen-Kreuzung habe es durchaus immer mal wieder gekracht, sagt Lampe: „Ja, es gibt Unfälle, aber es ist jetzt nicht so, dass es ständig scheppert.“ Er kenne allerdings durchaus dieses „mulmige Gefühl“ am Abend, wenn die Ampel ausgeschaltet ist und man aufgrund der nicht optimalen Sicht nicht so recht weiß, ob man jetzt Gas geben darf oder nicht.
Der Seniorenbeiratsvorsitzende Helmut Pustolla dankt allen Beteiligten sehr herzlich. Er habe die Stadt und den Bürgermeister mit seinem Spiegelwunsch vielleicht so manches Mal ein bisschen genervt, aber das habe sich letztlich gelohnt. Und mit Blick auf die acht Monate Umsetzungszeit findet auch Pustolla zufrieden: „Es gibt und gab in der Stadt schon längere Projekte.“