Sorge um ANregiomed: Erneute Demos für die Krankenhäuser im Landkreis Ansbach | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.03.2025 18:32

Sorge um ANregiomed: Erneute Demos für die Krankenhäuser im Landkreis Ansbach

Das Krankenhaus in Rothenburg: Zu einer Demonstration für den Erhalt des Betriebs in diesem Haus in seiner bisherigen Form rufen die Mitglieder des Fördervereins für Sonntag ebenso auf ... (Foto: Christine Schweizer)
Das Krankenhaus in Rothenburg: Zu einer Demonstration für den Erhalt des Betriebs in diesem Haus in seiner bisherigen Form rufen die Mitglieder des Fördervereins für Sonntag ebenso auf ... (Foto: Christine Schweizer)
Das Krankenhaus in Rothenburg: Zu einer Demonstration für den Erhalt des Betriebs in diesem Haus in seiner bisherigen Form rufen die Mitglieder des Fördervereins für Sonntag ebenso auf ... (Foto: Christine Schweizer)

Die Klinikfördervereine in Dinkelsbühl und Rothenburg rufen für Sonntag, 30. März, erneut zu Kundgebungen auf. Sie wollen vor der nächsten Verwaltungsratssitzung von ANregiomed zeigen, dass die Menschen im westlichen Landkreis eine Herabstufung ihrer Krankenhäuser ablehnen.

Ein sektorübergreifender Versorger oder auch ein intersektorales Krankenhaus, wie es vor ein paar Wochen noch genannt wurde, sei „letztlich nur eine geriatrische Abteilung mit angegliederten Praxen“, kritisiert Dr. Petra Ziegler, die Vorsitzende des Krankenhausfördervereins in Dinkelsbühl. „Die Einlieferung von Patienten in eine zentrale Notaufnahme ist dann nicht mehr gegeben“, schreibt Ziegler in ihrem Aufruf zur Kundgebung. Dem widerspricht allerdings Dr. Hermann Schröter, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes in Stadt und Landkreis Ansbach. „Auch sektorübergreifende Versorger werden vom Rettungsdienst angefahren.“

Kann die Notaufnahme in Ansbach alle Fälle abdecken, sollten die Häuser in Dinkelsbühl und Rothenburg herabgestuft werden? Nicht alle Verwaltungsräte von ANregiomed sind davon überzeugt. (Foto: Evi Lemberger)
Kann die Notaufnahme in Ansbach alle Fälle abdecken, sollten die Häuser in Dinkelsbühl und Rothenburg herabgestuft werden? Nicht alle Verwaltungsräte von ANregiomed sind davon überzeugt. (Foto: Evi Lemberger)

Zukunft von ANregiomed: Ein Gegenvotum kippt – doch wann fällt die Entscheidung?

Die Herabstufung der beiden Krankenhäuser in Dinkelsbühl und Rothenburg ist die große Sorge der Bevölkerung. Sie findet im Moment aber noch keine Mehrheit.

Die notärztliche Versorgung könnte nicht mehr funktionieren

Ziegler fürchtet zudem um die Schlaganfall-Abteilung in Dinkelsbühl und sie glaubt, dass die notärztliche Versorgung nicht mehr funktionieren würde, wenn Dinkelsbühl und Rothenburg herabgestuft würden. Denn tagsüber sind vor allem die Klinikärzte im Notarzteinsatz. „Wir müssen uns daher wehren, damit keine vorschnellen Entscheidungen getroffen werden, deren Tragweite nicht absehbar sind.“

Michaela Ebner, die Vorsitzende von Mediroth fürchtet ebenfalls, dass die Abstufung der beiden Krankenhäuser wieder schnell auf der Tagesordnung landen kann, wenn der Druck der Bevölkerung nachlässt.

Die Fördervereine machen seit Mitte der Woche mobil

Anfang Februar hatten die beiden Fördervereine zu parallel laufenden Kundgebungen in Dinkelsbühl und Rothenburg aufgerufen. 4000 Menschen kamen. Die Neuauflage findet nun am Sonntag um 16 Uhr vor der Schranne in Dinkelsbühl und auf dem Marktplatz in Rothenburg statt. Erst Mitte der Woche haben die Fördervereine damit begonnen, mobil zu machen. Sie hoffen dennoch erneut auf eine starke Resonanz in der Bevölkerung.

„Gerne können auch Vereine, Organisationen, Verbände in Kostüm, Uniform, Arbeitskleidung erscheinen“, erklärt Michaela Ebner. „Von jeder Gruppe sollte ein Sprecher in ein bis zwei Sätzen sagen, warum für sie unser Krankenhaus als echtes Krankenhaus wichtig ist“, ergänzt Ziegler. Natürlich sind auch Einzelpersonen gern gesehen.

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