Playmobil-Werk in Dietenhofen macht dicht: 350 Mitarbeitende betroffen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 03.02.2026 15:00

Playmobil-Werk in Dietenhofen macht dicht: 350 Mitarbeitende betroffen

Das Playmobilwerk in Dietenhofen macht zu. (Symbolbild: Jim Albright)
Das Playmobilwerk in Dietenhofen macht zu. (Symbolbild: Jim Albright)
Das Playmobilwerk in Dietenhofen macht zu. (Symbolbild: Jim Albright)

Das Playmobilwerk in Dietenhofen macht dicht. Die Unternehmensgruppe plant, die Produktion der Marke Playmobil vom Standort Dietenhofen auf andere Werke im bestehenden Produktionsnetzwerk zu verlagern. Grund dafür ist laut einer Pressemitteilung die „strategische Neuausrichtung”.

Von der Produktionsverlagerung sind rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Dietenhofen betroffen, das bestätigte die Horst Brandstätter Group gegenüber der FLZ. Der Standort Dietenhofen bleibt mit der Fertigung der Marke Lechuza weiterhin als Teil der Produktionsstruktur der Horst Brandstätter Group erhalten. Unverändert bleiben die Standorte der Logistik in Herrieden und der Verwaltung in Zirndorf einschließlich Marketing und Produktorganisation der Marke Playmobil.

Die Produktionsverlagerung in Dietenhofen geschehe im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit. Die Unternehmensgruppe plant, die Produktion der Marke Playmobil vom Standort Dietenhofen auf andere Werke im bestehenden Produktionsnetzwerk zu verlagern. Mit dieser Maßnahme reagiert das Unternehmen auf den zunehmenden Kostendruck in Deutschland. Ziel ist es laut der Pressemitteilung, Effizienzpotenziale zu heben und Synergien innerhalb des Konzerns zu nutzen.

Die Spielzeugfirma Playmobil schließt ihr einziges deutsches Produktionswerk in Dietenhofen. (Symbolbild: Daniel Karmann/dpa)
Die Spielzeugfirma Playmobil schließt ihr einziges deutsches Produktionswerk in Dietenhofen. (Symbolbild: Daniel Karmann/dpa)

Aufwühlendes Aus für Playmobil in Dietenhofen: So reagierten die Mitarbeitenden

Bei einer Betriebsversammlung wurden die etwa 350 Mitarbeitenden von Playmobil in Dietenhofen über die Schließung ihres Werkes informiert. Wie war die Stimmung?

Wirtschaftliche Stabilität ist in Gefahr

Die Entscheidung ist dem Unternehmen zufolge auf Basis einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erfolgt. In den vergangenen Jahren seien die Produktionskosten in Deutschland deutlich gestiegen. Um die Wettbewerbsfähigkeit der Marke Playmobil langfristig zu sichern und die wirtschaftliche Stabilität der Unternehmensgruppe zu gewährleisten, wird die Fertigung samt Produktionsanlagen in den kommenden Monaten verlagert.

Die Belegschaft wurde am 3. Februar in einer außerordentlichen Versammlung über die Veränderungen informiert. Die Unternehmensleitung möchte laut Mitteilung gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine sozialverträgliche Umsetzung verhandeln, einschließlich der Einrichtung einer Transfergesellschaft. Die Produktionsverlagerung soll bis Ende Juni abgeschlossen sein.

Inzwischen hat sich auch die Gewerkschaft IGBCE zur Schließung geäußert und zu drastischen Worten gegriffen. Der Vorgang sei eine „Riesensauerei” gegenüber den Mitarbeitenden – zudem seien frühere Versprechen gebrochen worden.

Playmobil-Figuren, hier eine Riesenversion bei einer Ausstellung im Ansbacher Brücken-Center, waren bislang in der Region beliebt.  (Foto: Oliver Herbst)
Playmobil-Figuren, hier eine Riesenversion bei einer Ausstellung im Ansbacher Brücken-Center, waren bislang in der Region beliebt.  (Foto: Oliver Herbst)

„Riesensauerei”: Gewerkschaft wirft Playmobil in Dietenhofen Wortbruch vor

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