An der Agip-Tankstelle in der Würzburger Landstraße tut sich was. Nachdem die Tankstelle seit mehr als zwei Jahren nicht mehr in Betrieb war, haben nun die Abrissarbeiten begonnen.
Das Gelände wirkte zuletzt arg verwahrlost. Müll hatte sich hinter dem Bauzaun gesammelt. Etliche Hundehaufen markierten die Grundstücksgrenzen. Das hat sich gebessert. Anfang des Monats wurden die ersten Arbeiter auf dem Areal gesichtet. Inzwischen tut sich immer wieder ein bisschen was – auch wenn nicht ständig jemand auf dem Grundstück zu sehen ist.
Im Schaufenster hängt noch das Werbeplakat, das dazu einlädt, einen Kaffee zutrinken, während das Auto gewaschen wird. Der Agip-Schriftzug mit dem sechsbeinigen Hund auf dem markanten gelben Untergrund ist schon entfernt. Auch die Zapfsäulen selbst stehen nicht mehr an Ort und Stelle. Sie sind demontiert und vor dem Eingang zum Gebäude gesammelt. Das Fahrzeug einer Spezialfirma für Tankanlagen steht auf dem Grundstück, um die Tanks aus dem Boden zu holen.
„Der Abbruch der gesamten Tankstelle wurde im September beim Bauordnungsamt angezeigt”, informierte die Stadtverwaltung auf Anfrage der FLZ. Es werden allerdings noch Monate vergehen, bis der Rückbau komplett abgeschlossen ist, erklärte Grundstückseigentümer Michael Poschner gegenüber der FLZ. Er geht davon aus, dass es durchaus Sommer werden kann, bis alle Arbeiten abgeschlossen sind. In einem solchen Fall muss natürlich sichergestellt werden, dass das Erdreich nicht belastet ist. Das dauert.
Was dann passiert, ist noch offen. Es sei noch kein Bauantrag oder Ähnliches eingegangen, was auf die künftige Nutzung des Grundstücks schließen lasse, erklärte die Stadtverwaltung. Poschner bestätigte, dass noch offen sei, wie es mit dem Grundstück weitergehen soll. Er hat ja noch eine weitere Baustelle in direkter Nachbarschaft, um die er sich kümmern muss. Im August ist seine Kfz-Werkstatt hinter der Tankstelle komplett abgebrannt. Bevor es dort weitergehen kann, gibt es aber noch versicherungstechnische Fragen zu klären.
Von Agip und dem hinter der Marke stehenden italienischen Mineralölkonzern Eni war auch diesmal keine Auskunft zu bekommen, wie es mit der Tankstelle in Ansbach weitergeht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch den jahrelangen Leerstand. Aber die meisten Ansbacherinnen und Ansbacher dürften sich freuen, dass es auf dem Grundstück nun endlich vorangeht. Denn ein schöner Anblick war die leer stehende und langsam verfallende Tankstelle an der Würzburger Landstraße nicht.