Obstmenge in Beyerberger Mosterei drei Mal so groß wie im Vorjahr | FLZ.de

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Veröffentlicht am 05.11.2024 07:00

Obstmenge in Beyerberger Mosterei drei Mal so groß wie im Vorjahr

Bürgermeister Friedrich Steinacker (links) und der für den Mostbetrieb zuständige Klaus Kober (rechts) erläutern der Vorsitzenden der Fränkischen Moststraße, Ingrid Malecha (Zweite von links), und Apfelkönigin Lisa I. die Abläufe der Mosterei. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Bürgermeister Friedrich Steinacker (links) und der für den Mostbetrieb zuständige Klaus Kober (rechts) erläutern der Vorsitzenden der Fränkischen Moststraße, Ingrid Malecha (Zweite von links), und Apfelkönigin Lisa I. die Abläufe der Mosterei. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Bürgermeister Friedrich Steinacker (links) und der für den Mostbetrieb zuständige Klaus Kober (rechts) erläutern der Vorsitzenden der Fränkischen Moststraße, Ingrid Malecha (Zweite von links), und Apfelkönigin Lisa I. die Abläufe der Mosterei. (Foto: Friedrich Zinnecker)

Besonderer Besuch in der Mosterei in Beyerberg: Die neue Apfelkönigin Lisa I. informierte sich über die Abläufe in der überregional bekannten Anlage in dem Ortsteil von Ehingen (Landkreis Ansbach am Hesselberg). Die Verantwortlichen dort freuen sich über eine erfolgreiche Saison.

Der für den Mostbetrieb zuständige Klaus Kober und Bürgermeister Friedrich Steinacker erklärten der Königin die Abläufe bei der Obstverwertung. Lisa I. (Lisa Reinhart) aus Crailsheim stattete mit der Vorsitzenden der Fränkischen Moststraße, Ingrid Malecha, ihren „grenzübergreifenden“ Antrittsbesuch ab und war begeistert von der Entwicklung aus kleinen Anfängen. Sie zeigte sich überrascht von der großen Produktauswahl an Erzeugnissen.

Viele Helfer machen eine „große Saison” möglich

Klaus Kober streifte die Geschichte von der Eröffnung am 29. September 1999 bis zum jetzigen Stand. Waren es anfangs nur rund ein Dutzend Helfer gewesen, so seien mittlerweile bis zu 50 Personen im Einsatz. Vor dem Start im August seien sie in den Bereichen Unfallschutz und Hygienevorschriften geschult worden.

Das Jahr 2024 sei schon eine Woche vor dem offiziellen Ende zu einer „großen Saison“ geworden, in der an 34 Mosttagen täglich etwa sechs Tonnen Obst eine Gesamtverwertung von über 200 Tonnen ergeben hätten. Das ist eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahr, als an nur 15 Mosttagen 68 Tonnen Obst angeliefert wurden, wovon allein vom Kappelbuck 20 Tonnen stammten.

Bei über 30 Mosttagen wie in diesem Jahr sei der Betrieb gut ausgelastet, so Kober, und die Helfer aus Beyerberg und Umgebung hätten in zwei Schichten oft bis in die Abendstunden viel Arbeit. Wichtig sei, dass die Gerätschaften funktionierten, was regelmäßig überprüft werde. So sei die erforderliche Reparatur der Zentrifuge und einiger Pumpen noch rechtzeitig erfolgt.

Jeder Anlieferer erhält den Saft von seinem Obst

Die Obst-Anlieferer kommen nicht nur aus dem Hesselbergraum, sondern auch aus den angrenzenden Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen, Donau-Ries, Schwäbisch Hall und dem Ostalbkreis, wie zu erfahren war. Aus einem Zentner Äpfel entstehen etwa 30 Liter Saft, die in Beuteln zu fünf oder zehn Litern sowie in Flaschen abgefüllt werden. Entscheidend sei die Dienstleistung, dass jeder Anlieferer den Saft von seinem eigenen Obst erhalte.

Außer Äpfeln und Birnen werden auch Quitten, Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Holunder zu Saft, Most, Essig und Schnaps verarbeitet. Für Bürgermeister Steinacker habe sich die Mosterei zu einem Aushängeschild der Gemeinde entwickelt und die Gemeinde freue sich über die Gewerbesteuereinnahmen von einem mittleren Unternehmen.

Kappelbuck als „Keimzelle der Fränkischen Moststraße“

Wie Ingrid Malecha betonte, sei es wichtig, die Zusammenlegung der Fränkischen Moststraße mit der Interessengemeinschaft der Kommunen zu forcieren. Ein gutes Konzept sei hilfreich, um die dafür erforderlichen Beschlüsse in den Gremien herbeizuführen. Ziel sei es, alle Gemeinden in den Verein zu bringen, hieß es.

Den Abschluss des informativen Rundgangs über die einzelnen Stationen bildete eine Fahrt an den Kappelbuck, der „Keimzelle der Fränkischen Moststraße“, dessen auf 36 Hektar stehende Streuobstbestände mit 600 Bäumen alljährlich bei einem Pflegetag zusammen mit dem Landschaftspflegeverband und mit Hilfe der regionalen Schäferei entbuscht werden.


Von Friedrich Zinnecker
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