Die Geschichte der Segelflieger auf dem Hesselberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.10.2024 14:25

Die Geschichte der Segelflieger auf dem Hesselberg

Die Stadt Wassertrüdingen hofft auf weitere Dokumente und historische Aufnahmen vom Segelflug auf dem Hesselberg. Dieses Bild stammt aus der Ritter-Sammlung. (Repro: Stadt Wassertrüdingen/Ritter-Sammlung)
Die Stadt Wassertrüdingen hofft auf weitere Dokumente und historische Aufnahmen vom Segelflug auf dem Hesselberg. Dieses Bild stammt aus der Ritter-Sammlung. (Repro: Stadt Wassertrüdingen/Ritter-Sammlung)
Die Stadt Wassertrüdingen hofft auf weitere Dokumente und historische Aufnahmen vom Segelflug auf dem Hesselberg. Dieses Bild stammt aus der Ritter-Sammlung. (Repro: Stadt Wassertrüdingen/Ritter-Sammlung)

Der Hesselberg hat sich vor zirka 100 Jahren zum Zentrum des bayerischen Segelflugs entwickelt. Wie es dazu kam und wie es dann mit der Sportart auf dem höchsten Berg Mittelfrankens weiterging, darüber informierte jetzt Dr. Harald Fischer aus Erlangen in einem Vortrag.

Nach einer kurzen Einführung von Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch im voll besetzten Bürgersaal zeigte Dr. Fischer laut einer Pressemitteilung zunächst auf, wie der Hesselberg zum Mittelpunkt des Segelflugs geworden ist und sich Sportflieger aus ganz Bayern, sogar aus dem Voralpenland, hierher aufmachten. Mehrere Bayerische Meisterschaften fanden dort statt.

Konkurrenz zum Bayreuther Land

Zwar sei das Bayreuther Land stets in Konkurrenz gestanden, doch der Hesselberg habe sich durchgesetzt, weil er aufgrund seiner Lage einfach hervorragend geeignet gewesen sei.

Sehr unterhaltsam war der Themenkomplex, in dem Dr. Fischer schilderte, wie sich eine Engländerin unter die Segelflugschüler mischte und es auch zu amourösen Zwischenfällen kam. Wilde Feierlichkeiten in den Gerolfinger Wirtschaften und im ehemaligen Holzöderhaus auf dem Berg seien belegt, so der Experte.

Ende des Segelflugbetriebs

Der letzte Abschnitt widmete sich der zunehmenden Übernahme der Segelflugschule auf dem Hesselberg durch die Nationalsozialisten sowie dem Ende der Schule und des Segelflugbetriebs mit dem Zweiten Weltkrieg. Teile des Evangelischen Bildungszentrums (EBZ) gingen heute noch auf die damalige Segelflugschule zurück, so Dr. Fischer.

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Hoffnung auf weitere Dokumente

Zweiter Bürgermeister Klaus Schülein bat zum Abschluss darum, dass Bürgerinnen und Bürger, sofern sie noch Dokumente zur Thematik zu Hause hätten, etwa Plakate für die Segelflugwettbewerbe, Fotos oder Zeitungsartikel, diese der Stadt Wassertrüdingen zur Verfügung stellen könnten. Die Stadt habe durch den Ankauf der Ritter-Sammlung mit vielen Bildern aus dieser Zeit schon einen guten Grundstock für eine Präsentation der Thematik in der Öffentlichkeit geschaffen. Zudem seien Berichte von Zeitzeugen erwünscht.

Dokumente erwünscht

Da viele Bürger aus den Gemeinden um den Hesselberg die Segelflieger aktiv unterstützt hatten, sei vielleicht noch das ein oder andere Kleinod oder Dokument vorhanden, zeigte sich Schülein zuversichtlich.

Im Jahr 2026 plant Dr. Fischer zusammen mit der Stadt Wassertrüdingen anlässlich des 100. Jubiläums den Aufbau einer Ausstellung, die sowohl im Wassertrüdinger Museum „Fluvius“ und gegebenenfalls in einer Außenstelle, etwa in Gerolfingen zu sehen sein soll, heißt es in der Pressemitteilung abschließend.

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